Arthur Conan Doyle
Name: Arthur Conan Dolye
Geboren: 22.05.1859
Gestorben: 07.07.1930
Berufe: Mediziner, Soldat, Schriftsteller
Pseudonyme: -
Der Schöpfer des wohl berühmtesten Detektivs der Literatur findet auch bei mordlust.de Erwähnung.
Zugegeben sind Doyles Werke nicht noir oder hard-boiled. Sie sind jedoch Klassiker, die eine wichtige Basis für spätere Kriminalromane, insbesondere den Detektivroman, bilden.
Holmes ist der Archetyp des kühl agierenden, emotionslosen Analytikers, dessen meisterhafter Verstand jedes Geheimnis durch Deduktion lüftet. Er steht nicht im Dienste einer ermittelnden Behörde und gelegentlich lässt er der Gerechtigkeit den Vortritt vor dem Gesetz.
Vieles davon findet sich später in den Werken eines Hammett, Chandler oder Macdonald.
Und mit seiner Kokainsucht, seiner Exzentrik und seiner Tragik fließt auch ein Hauch von NOIR in diese Figur ein.
Sein Schöpfer wurde in Picardy Place, Edinburg, als Sohn von Charles Altamont Doyle, einem öffentlichen Angestellten, und Mary (Foley) Doyle, geboren. Beide Eltern waren Katholiken. Um sein Einkommen zu verbessern, malte, illustrierte und zeichnete (auch bei Gericht) Charles Altamot. Nicht lange nach seiner Ankunft in Edinburgh begann er jedoch zu trink, erlitt epileptische Anfälle und wurde in einem Sanatorium untergebracht.
Dolyes Mutter interessierte sich für Literatur und bewegte ihren Sohn dazu, zu lesen.
Sein Vater starb im Jahre 1893.
Doyle besuchte eine Jesuiten Schule, später studierte er an der Edinburgh University und heiratete 1884 Louise Hawkins. Ein Jahr später qulifizierte er sich als Arzt.
Er arbeitete als Augenspezialist in Hampshire bis 1891.
Dann entschied er sich, nur noch als Schriftsteller tätig zu sein.
A STUDY IN SCARLET, seine erste Holmes-Geschichte, wurde 1887 im Beeton Christmas Annual veröffentlicht.
Trotz des enormen Erfolges, entschied Doy1e sich, seinen Helden in einer finalen Auseinandersetzung mit seinem Erzfeind Moriarty umzubringen - geschehen 1893 in FINAL PROBLEM.
THE HOUND OF BASKERVILLES (1902) erzählte von einem frühen Holmes-Fall.
Aufgrund der öffentlichen Meinung ließ Doyle seine Figur 1903 in THE EMPTY HOUSE wieder auferstehen.
Während des South African Krieges (1899-1902) diente er einige Monate in einem Feldhospital und schrieb glorifizierende Bücher über Englands Kolonialpolitik.
1902 wurde er zum Ritter geschlagen und kandidierte 1900 und 1906 erfloglos für das Parlament.
Nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1907 Jean Leckie. Mit dem Tod seines Sohnes im Ersten Weltkrieg, verlagerte sich Dolye auf spiritistische Forschungen - THE COMING OF FAIRIES (1922).
Er glaubte an die Existenz des »kleinen Volkes« und gab mehr als eine Millionen Dollar für ihre Sache aus. 1920 veröffentlichte er die »fairy photographs« (Fotografien tanzender Feen), die internationales Interesse hervorriefen, sich aber als Fälschung entpuppten.
Doyle wurde Vorsitzender mehrere spiritistischer Gruppierungen und eröffnete 1925 den Psychic Bookshop in London.
In seinem letzten Buch THE EDGE OF UNKNOWN (1930), berichtet er von seinen eigenen übernatürlichen Erlebnissen.
Doyle starb am 07. Juli 1930 in Windlesham, Sussex.
Dieses Mordlust-Profil basiert auf der Vorlage von Author's Calendar.
Mit freundlicher Genehmigung von Petri Liukkonen.
Auf der Spur von Arthur Conan Doyle - Eine Rundreise durch Devon
Originaltitel: On the Trail of Arthur Conan Doyle: An Illustrated Devon Tour, 2008
Brian W. Pugh, Paul R. Spiring
146 Seiten
Roman
Dryas
Inhalt
Auf der Spur von Arthur Conan Doyle beschreibt detailliert die Freundschaft Sir Arthur Conan Doyles, mit George Turnavine Budd und Bertram Fletcher. Zwischen 1882 und 1923 besuchte Conan Doyle den Ort Devon und verbrachte insgesamt vier Monate dort. Das Leben zwei anderer Männer steht untrennbar im Zusammenhang mit Conan Doyles Erfahrungen in Devon: Dr. George Turnavine Budd, sein Partner in dessen Plymouther Praxis, und Bertram Fletcher Robinson, der eine wichtige Rolle in der Planung des Buches The Hound of the Baskervilles spielte. Auf der Spur von Arthur Conan Doyle erforscht das Ausmaß, in dem Devon, Budd und Robinson dieses und andrer Werke beeinflussten.
Kommentar
Feines, kleines Büchlein für alle jene, die dem Hund der Baskervilles auf der Spur bleiben wollen. Die Fährte führt über die Biographien der drei Protagonisten Doyle, Budd und Fletcher hin nach Devon und seinen Sehenswürdigkeiten. Das ist ein reizvoller Weg, der sich allerdings ein wenig holprig angeht, denn die erste Hälfte des Buches ist schier überfrachtet mit Daten und Fakten aus dem Leben des Schriftstellers und seiner Begleiter. Ein ganzer Reigen an Namen und Orten, die man kaum behalten kann. Hier wäre es sicherlich schöner gewesen, den biographischen Teil mehr in die Reiseroute einzuarbeiten, statt ihn ausführlich an den Anfang zu stellen.
(nur Holmes)
A Study in Scarlet, 1887
The Sign of the Four, 1890
Adventures of Sherlock Holmes, 1892
Memoirs of Sherlock Holmes, 1894
The Hound of the Baskervilles, 1902
The Return of Sherlock Holmes, 1905
The Valley of Fear, 1915
His Last Bow, 1917
The Case Book of Sherlock Holmes, 1927
(nur Originaltitel)







