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Day Keene

Name: Gunnar Hjerstedt
Geboren: 28.03.1904
Gestorben: 09.01.1969
Berufe: Schriftsteller
Pseudonyme:

Unter dem Namen Gunard Hjerstedt in Chicago geborener Schriftsteller, der in den 20ern als Theaterschauspieler arbeitete. Anstatt jedoch zum Film zu wechseln, wandte er sich dem Schreiben zu - Kurzgeschichten für Black Mask und Manhunt, Paperbacks für Gold Medal und Avon, dazu auch Skripte für Radioshows.


The Gold Medal Corner von Bill Crider



Küß mich und stirb

Küß mich und stirb

Originaltitel: Love Me and Die, 1951

158 Seiten

Roman

Xenos

Inhalt

Privatdetektiv Johnny Slagle, ein ehemaliger Bulle, verdingt sich als Ausputzer für die großen Filmstudios in Hollywood. Wann immer einer ihrer Stars etwas verbockt, zieht Johnny es gerade. Ganz oben auf seiner Liste steht der Filmstar Steve Millet, der wegen seiner fünf kaputten Ehen und wiederholtem Fahren unter Alkoholeinfluss, immer wieder in die Schlagzeilen gerät. Mit ihm ist es etwas Persönliches, und wenn nicht das Geld der Studios wäre, hätte sich der Schauspieler schon längst eine gebrochene Nase geholt. So aber lässt sich Johnny auch um vier Uhr morgens aus dem Bett klingeln und bei sintflutartigem Regen zu Millets Luxusvilla beordern. Denn diesmal ist es wirklich ernst - Steve hat angeblich eine Frau überfahren. Nun muss Slagle zusehen, wie er den Star und seine Karriere aus dem Schlamassel zieht. Eine nicht gerade einfache Aufgabe, wenn der Klient ein Arschloch ist, ein paar Gangster mitmischen und eine alte Geliebte plötzlich neu entflammt. Und schließlich die erste Leiche auftaucht.


Kommentar

Wie es scheint, war Love Me and Die eine Kollaboration zwischen Day Keene und seinem Freund Gil Brewer. Laut James Reasoner basiert die Story auf Keenes Kurzgeschichte "Marry the Sixth for Murder" aus dem Jahr 1948.

Herausgekommen ist ein gut getakteter Detektivroman um das - wie nicht anders zu erwarten - korrupte Studiosystem und seine von Ruhm und Geld verkorksten Räder: Schauspieler, Starlets, Agenten, Studiobosse und die halbseidenen Charaktere in ihrem Umfeld. Mit Slagle wird daraus zwar kein großer Serienheld, aber er schlägt sich ausreichend gut. Vor allem aber bleibt er durch seine eigenartige Beziehung zu Steve Millet ambivalent genug, um interessant zu sein, bis sich der Plot auf den letzten Seiten auflöst und sich wieder einmal zeigt, dass Noir-Held zumeist gegen eins ankämpfen müssen: ihre eigene Vergangenheit. Ob er scheitert, oder vielleicht doch noch die Kurve kriegt, sei hier nicht verraten.


Fazit

Guter, wenn auch nicht herausragender Hollywood-Roman.



Home is the Sailor

Der Teufel mit dem Papagei

Originaltitel: Home is the Sailor, 1952

203 Seiten

Roman

Hard Case Crime

Inhalt

Nach fünfzehn Jahren auf See will sich Swede Nelson vom Meer verabschieden und sesshaft werden. Mit seinen ersparten $14.000 soll es eine kleine Farm in Minnesota werden, inklusive braver Ehefrau und ein paar Kindern. Eine ruhiges Leben also, das er sich da vorstellt. Erlebt hat er genug. Aber das Rauschen der Wellen, die Weite des Ozeans, das alles kann er nicht so einfach aus seinem Blut bekommen. Da hilft nur der Rum. Unmengen davon. Der ist es auch, der ihn soweit vernebelt, dass er in einer miesen Absteige an der Küste von L.A. landet und in Notwehr einen Mann krankenhausreif schlägt. Wie schön, dass gleich ein blonder, zerbrechlicher Engel zur Stelle ist und ihn vor dem Schlimmsten bewahrt. Oder erst die Hölle auf Erden bereitet? Die atemberaubende Corliss zumindest verliebt sich ebenso heftig in Swede, wie er sich in sie. Eine spontane Hochzeit ist unausweichlich. Ein Band, nicht nur aus Liebe, sondern auch aus Mord. Denn im beschaulichen Purple Parrot-Motel warten genügend Schatten der Vergangenheit, um den sturen Nelson auf den elektrischen Stuhl zu bringen.


Kommentar

Gnadenlos guter Pulp. Schnell. Hart. Sexy.

Eine Ansammlung verlorener, getriebener, besessener Figuren, die ihr eigenes Leben kontinuierlich zerstören. Swede Nelson, der einem Traum nachjagt und mit offenen Augen in sein Verderben rennt. Corliss, die von ihren eigenen sexuellen Dämonen und ihrer dunklen Vergangenheit beherrscht wird. Zusammen sind sie urgewaltig und wild wie die sturmgepeitschte See. Und bereit, sich gegenseitig zu ertränken - in ihrer Liebe, in ihrer Gier.

Deutscher Titel Originaltitel Jahr
Blind ins Verderben Framed in Guilt (Evidence Most Blind) 1949
Es gibt kein Entrinnen Farewell to Passion (The Passion Murders) 1951
Nachts kam der Tod (Mexikanische Serenade / Nackte Angst) My Flesh Is Sweet 1951
Küß mich und stirb Love Me and Die 1951
Tödliche Küsse (Küß mich oder stirb) To Kiss or Kill 1951
Rücklings wie der Hai beisst (Gehetzt) Hunt the Killer 1952
Orchidee im Sumpf About Doctor Ferrel 1952
Der Teufel mit dem Papagei Home Is the Sailor 1952
Wenn der Sarg passt If the Coffin Fits 1952
Bis zum Hals in der Tinte (Die nackte Gewalt) Naked Fury 1952
Ein Mordsdetektiv (Dies ist mein Tag / Gefährliches Erwachen) Wake Up to Murder 1952
Seit jener Nacht ... Wild Girl 1952
Miss Mörderin (Herzliches Beileid) Mrs. Homicide 1953
- Southern Daughter 1953
Gefährliche Zeugin (Das Gör muss weg) Strange Witness 1953
Willkommen zu Hause The Big Kiss-Off 1954
Das Mädchen in der Todeszelle Death House Doll 1954
Die Frau seines Vaters His Father's Wife 1954
Ohne Erbarmen Homicidal Lady 1954
Die goldene Falle Joy House 1954
Kopf in der Schlinge Notorious 1954
Weg ins Verderben There Was a Crooked Man 1954
Vom Scheitel bis zum Mord (Das teuflische Spiel) Sleep with the Devil 1954
Gestehen Sie, Herr Staatsanwalt Ciel, Ma Femme 1955
Flug in die Hölle Flight By Night 1955
Tod in Blond The Dangling Carrot 1955
Es gibt kein Entrinnen The Passion Murders 1955
Asphaltdschungel (Wer hat Wilma Lathrop?) Who Has Wilma Lathrop? 1955
Mord unter Mördern Bring Him Back Dead 1956
- Forests Of The Night 1956
Sarg mit fliessend Wasser Murder on the Side 1956
Mord unter Palmen It's a Sin to Kill (Dead Man's Tide) 1958
Von dieser Leiche weiss ich nichts Passage to Samoa 1958
Tote Zeugen reden nicht Dead Dolls Don't Talk 1959
Die Cordovan-Millionen (Millionen für Gwen) Dead in Bed 1959
Eine Frau wie Wachs Moran's Woman 1959
Miami, Hotel International Miami 59 1959
Hochzeitsnacht im Leichenwagen So Dead My Lovely 1959
Anders küßt keine mehr Take a Step to Murder 1959
Zu schwarz für die Seligkeit Too Black for Heaven 1959
Alles Gute aus Chicago Too Hot to Hold 1959
Der Erpresser The Brimstone Bed 1960
- Chautauqua 1960
Einladung zum Mord Payola 1960
Welt ohne Frauen World Without Women 1960
- Seed of Doubt 1962
Kein Alibi Bye, Baby Bunting 1963
Los Angeles, Paradies der Sünder L.A. 46 1964
Haltet die Clowns Carnival of Death 1965
Chicago, Apartmenthaus am See Chicago 11 1966
Heisser Tag in Acapulco Acapulco G.P.O. 1967
Todfeinde Guns Along the Brazos 1967
- Live Again, Love Again 1970

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