Einer der vergessenen Pulp-Literaten der Fawcett Gold Medal-Ära. 1922 in England geboren, nach seiner Zeit bei der R.A.F. 1947 in Richtung Kanada ausgewandert. Dort ging er einer ganzen Ladung Jobs nach - Kellner, Sänger, Radiomoderator und schließlich Schriftsteller. 19952 wurde sein erster Roman Dark Passions Subdue veröffentlicht, in dem es um unterdrückte Homosexualität ging. Es verkaufte sich nur schleppend. Aufgrund einer Wette wandte er sich dem Kriminalroman zu - immerhin verkaufte sich Spillane wie die Hölle, diesmal unter dem Pseudonym Martin Brett. Seine Bücher griffen reichlich auf seine Reiseerfahrungen in Europa zurück.
Seinen einzigen Serienhelden, den Privatdetektiv Michel Grafin, der wegen Verlagswechsels eine Namensänderung zu Bill Yeats durchlief, beheimatete er in Montreal. Eine Figur irgendwo zwischen Chandlers Marlowe und Spillanes Hammer mit reichlich hübschen Frauen und verworrenen Plots.
Später zog es Sanderson nach Spanien, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 2002 lebte.
Hard, Tough and More Than a Little Nasty - Über Douglas Sanderson von Kevin Burton Smith