Mickey Spillane

Name: Frank Morrison Spillane
Geboren: 09.03.1918
Gestorben: 17.07.2006
Berufe: Schriftsteller
Pseudonyme: Frank Morrison

Spillane

BuchcoverSpillane, geboren in Brooklyn, New York, besuchte nach der High School das Kansas State Teachers College, ging jedoch bald wieder in seine Heimatstadt zurück.
Er begann seine Schriftstellerkarriere in den 30ern und brachte seine Geschichten in pulp-Magazinen und Comicbüchern unter (u.a. für Captain America, Captain Marvel und Die Menschliche Fackel).
Wahrend des 2. Weltkrieges war er Pilot und Fluglehrer der US-Army. Nach seiner Heirat mit Mary Ann Pearce 1945, verließ er die Armee ein Jahr später im Rang eines Captains.
Mit I, THE JURY (1947) gelang seinem Helden Mike Hammer und ihm der Durchbruch. Weitere Romane folgten, die sich millionenfach verkauften, sowie zahlreiche Verfilmungen seiner Bücher.
BuchcoverFür eine Dekade unterbrach Spillane die Veröffentlichung seiner Werke, schrieb aber weiterhin (u.a. an einer Comic-Variante seiner Hammer-Figur). Außerdem arbeitete er im Zirkus, als menschliche Kanonenkugel und Trampolinspringer, als Rennfahrer, Flieger, Schatztaucher und beim Film.
1961 erschien THE DEEP und ein Jahr später THE GIRL HUNTERS wieder mit Mike Hammer.
Spillane produzierte weitere Romane (auch Jugendromane), trat in einem Werbespot für Miller Beer auf, heiratete und trennte sich erneut, um 1979 Jane Johnson zu ehelichen.
1996 schaffte sein Romanheld Mike Hammer in BLACK ALLEY den Sprung in die 90er Jahre.

Spillane verstarb nach langer Krankheit am 17.07.2006.


Mickey Spillane is Mike Hammer!

Spillane selbst spielte seine Romanfigur im LowBudget-Streifen The Girl Hunters (1963).


Ewige Feuerpause für Mike Hammer

Martin Compart über Mickey Spillane.

Bei www.evolver.at


Das Ende der Straße

Das Ende der Straße

Originaltitel: Dead Street, 2007

Hard Case Crime
220 Seiten
Roman

Inhalt:

20 Jahre lebt der New Yorker Ex-Cop Jack Stang mit der Erinnerung an den Tod seiner Freundin. Sie kam bei einer versuchten Entführung ums Leben. Doch was, wenn sie in Wahrheit gar nicht tot ist? Wenn sie überlebt, aber ihr Gedächtnis und alles andere, was sie besaß, verloren hat? Alles – bis auf ihre Feinde?


Kommentar:

Mit einem Nachwort von Max Allen Collins.



Ich, der Richter

Ich, der Richter

Originaltitel: I, the Jury, 1947

Heyne Verlag
244 Seiten
Roman

Inhalt:

"Jack Williams war tot, bestialisch ermordet. Er war mein bester Freund gewesen, war durch dick und dünn mit mir gegangen. Mir tat seine Frau Leid - und ich hasste seinen Mörder. Ich machte Jagd auf ihn, und daraus wurde ein Wettrennen zwischen Pat und mir. Pat, der Mann von der Mordkommission, wusste genau, warum er den Mörder vor mir erwischen musste. Denn wenn ich ihn als erster fand, konnte er sich auf etwas gefasst machen. Ich wollte mich nämlich nicht damit genügen, dieses Verbrechen nur aufzuklären. Ich hatte mir vorgenommen, für den Mörder gleichzeitig Jury und Richter zu sein."


Kommentar:

Sex & Crime & Action - Spillanes berüchtigter Held Mike Hammer zwischen schönen Frauen, Drogenhändlern und kaltblütigen Mördern. Er selbst das Raubtier im Großstadtdschungel, den Blutgeruch in der Nase, Witterung aufgenommen, bis der Killer zur Strecke gebracht wurde. Egal, wer es ist. Zwischendrin so etwas wie Liebe, Ruhe, Zuneigung - Charlotte, eine schöne Psychologin. Aber das sind nur winzige Inseln im alles verzehrenden Strom der Gewalt.

Mit einem kurzen Nachtwort von Christian Weler.



Die Rache ist mein

Die Rache ist mein

Originaltitel: Vengance is Mine, 1950

Rotbuch Verlag
256 Seiten
Roman

Inhalt:

Weltenschmerz ertränkt in zu viel Alkohol. Hammer trifft einen alten Kriegskumpel wieder und bei reichlich Drinks frischen sie die alte Freundschaft wieder auf. Bis hin zum Filmriss am nächsten Morgen. Da liegt sein Kumpel dann tot auf dem Boden des Hotelzimmers. Selbstmord mit Hammers 45er - das kommt dem Bezirksstaatsanwalt gerade recht und schon sind Hammers Lizenz und sein Waffenschein weg. Nicht, dass das sonderlich viel ausmacht. Mike kennt die amerikanische Verfassung, deshalb hat er gleich eine Ersatzknarre parat. Die benötigt er auch, denn natürlich hat sich sein Kumpel nicht selbst das Lebenslicht ausgepustet. Mit ein paar hübschen Supermodells an seiner Seite, ganz zu schweigen von Velda, mischt er sich unter das gemeine Verbrechervolk, um in seiner üblichen Art aufzuräumen - mit Fäusten und Kanonen.


Kommentar:

Hammer = Amerika. Das uneingeschränkte Recht, mit aller Kraft und beinahe allen Mitteln für seine Überzeugung einzutreten. Mike weiß, was Gerechtigkeit ist, was Ordnung bedeutet. Aufräumen mit dem Kroppzeug in den Straßen, ohne viel Worte. Der gemeine Gangster versteht ohnehin nur eine Sprache: Gewalt. Und die wird nicht zu knapp verteilt.

So ist Hammer das kleine Abbild der Weltpolizei Amerika. Hart, unbeugsam, stur. Wer sich ihm nicht anschließt, wird zwangsläufig zu den Verlierern gehören. Und warum nicht? Am Ende wartet das Glück, ein paar hübsche Frauen und das gute Gefühl, seine Freiheit verteidigt zu haben.

Zwischendrin kämpft Hammer dann noch mit ein paar leichten Emotionen, ein bisschen unglückliche Liebe hält wohl den Motor am Laufen.



Jackpot

Jackpot

Originaltitel: The Big Kill, 1951

Rotbuch Verlag
262 Seiten
Roman

Inhalt:

In einer lausigen Regennacht sitzt Hammer in einer miesen Kneipe und säuft sich erneut den Weltenschmerz von der Seele, als ein abgehetzter Fremder mit einem Bündel unter dem Arm hereinstolpert. Das Bündel entpuppt sich als Kleinkind und der Mann küsst es wie zum Abschied, ehe er sich einen zur Stärkung genehmigt und in den regen zurückgeht. Hammer hinterher, um gerade noch mitzubekommen, wie der vermeintliche Vater auf offener Straße erschossen wird. Ohne lange zu fackeln jagt Mike einem von ihnen eine Kugel ins Bein, muss dann jedoch miterleben, wie ein weiterer Ganove den Verletzten überfährt, um keine Zeugen zu hinterlassen. Klar, dass Hammer für das Kind in die Bresche springt und sich am Mörder dessen Vaters rächen will. Also beginnt er ein gefährliches Spiel, bei dem bald Kugeln und Fäuste fliegen, schöne Frauen und noch mehr Leichen auftauchen. Was wie ein harmloser Einbruch begann, entpuppt sich als handfeste Gangstergeschichte um Mafiakiller und Erpresser.


Kommentar:

Hammer als stellvertretender Racheengel für einen einjährigen Jungen. Der Mann der Selbstjustiz nutzt jede sich bietende Gelegenheit, um seine 45er warm zu halten. Ein knallhartes, gnadenloses Einmann-Stadtsäuberungskommando. Just dort, wo die Polizei im engen Korsett der Legalität eingepresst ist, setzt Hammer an - in jener Grauzone von Provokation und Notwehr, in der schon mal der ein oder andere Gangster seine Zähne aus der Wange pulen darf oder gleich ins Gras beißt. Hammer steckt dabei ganz ordentlich ein, aber wie der unbeugsame Amerikanische Pioniergeist, steht er immer wieder auf. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und auch wenn sein Gesicht grün und blau geschlagen ist, kriegt er an jede Hand noch ein hübsches Mädchen - richtige Frauen, die wissen was sie wollen, nämlich einen unbeugsamen Mann. Nicht, dass er nicht schon Velda hätte, aber die ein oder andere Affäre mehr, ist gut für's Ego.

Am Ende geht er dann aber ins Netz - Jackpot nicht für ihn - und braucht und bekommt Hilfe. Nicht von den Bullen, nicht von seiner Sekretärin, nicht von seinen geliebten, sondern von jenem kleinen Knirps, dessen Vater er rächen wollte. Früh übt sich, wer ins harte Geschäft der Selbstjustiz einsteigen will. Nicht, dass es reichlich an den sich sträubenden Haaren herbeigezogen ist, wenn so ein Einjähriger einen Zufallstreffer mit einer handlichen 45er landet ...



Tot in New York

Tot in New York

Originaltitel: The Body Lovers, 1967

Heyne Verlag
226 Seiten
Roman

Inhalt:

Durch Zufall stolpert Mike Hammer über die Leiche einer einstmals hübschen Frau, die grausam zu Tode gepeitscht wurde. Pikantes Detail: die Dame trug ein hauchzartes Neglige. Und wie sich herausstellt, ist sie nicht die einzige Tote in diesem Outfit. Auch wenn sein Kumpel Pat ihn dazu bewegen möchte, die Sache nicht weiter zu verfolgen, mischt Hammer die Ereignisse auf. Als allerdings Velda ins Visier des psychopathischen Killers gerät, gibt es kein Halten mehr.


Kommentar:

Tot in New York stellt Hammer einen ebenbürtigen Gegner gegenüber - ebenso ein Raubtier in Menschengestalt, ein Jäger inmitten der menschlichen Schafe. Nur dass Hammer sich noch eine Portion Gerechtigkeitsempfinden bewahrt hat, die ihn davor beschützt, wie seine Gegenspieler zu werden. Das ist ein dünner Schutzwall und bedeutet auch nicht, dass Hammers Sinn für Gerechtigkeit dem der Allgemeinheit entspricht. Vielmehr regelt er das - wie gewohnt - auf seine Art der Selbstjustiz. Das Verbrechen ist überall zu Hause und lässt sich - zynisch betrachtet - nur auf einem Weg ausmerzen ...

Mit einem kurzen Nachtwort.

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Deutscher Titel Originaltitel Jahr
Ich, der Richter (Das Todeskarussell) I, the Jury 1947
Das Wespennest (Mein Revolver sitzt locker) My Gun is quick 1950
Die Rache ist mein (Späte Gäste) Vengeance is mine 1950
Jackpot (Die schwarzen Nächte von Manhattan / Der große Schlag) The Big Kill 1951
Comeback eines Mörders (Das lange Warten) The long Wait 1951
Regen in der Nacht (Menschenjagd in Manhattan / In einsamer Nacht) One Lonely Night 1952
Tod einer Unsterblichen The Veiled Woman 1952
Rhapsodie in Blei (Die verlorenen Schlüssel / Küss mich, Tod) Kiss me, deadly 1952
Diese Stadt gehört mir Everybody´s Watching Me 1953
Hinter der Hecke The Girl Behind The Hedge 1953
- The Night I Died 1953
- The Pickpocket 1954
- Tonight My Love 1954
- The Screen Test of Mike Hammer 1955
- Stand up and Die 1959
- I´ll Die Tomorrow 1960
- The Seven Year Kill 1960
Wo Aas ist Kick It Or Kill 1961
Der Panther kehrt zurück The Deep 1961
Die Mädchenjäger (Die Töchter der Nacht) The Girl Hunters 1962
- The Affair With The Dragon Lady 1962
Gangster Me, Hood! 1963
Gangster Return of the Hood 1964
- The Flier 1964
Der Tiger ist los Day of the Guns 1964
- Hot Cat 1964
Der Bastard Bannermann The Bastard Banner Man 1964
Blut in der Sonne Bloody Sunrise 1965
Die Schlange The Snake 1965
Ein Loch zuviel im Kopf Killer mine 1965
- The Big Bang 1965
- Death Of The Too-Cute Prostitute 1965
Verkorkst (Die .45er / Das Unding) The Twisted Thing 1966
Unter drei Augen The Death Dealers 1966
Der Delta-Faktor The Delta Factor 1967
Der Ein-Mann-Krieg The By-Pass Control 1967
Geliebte Leiche (Tot in New York) The Body Lovers 1967
- The Tough Guys 1969
Flucht ist sinnlos (Keine Chance) Survival … Zero 1970
Sexbomber The Erection Set 1972
Todesschwadron The last Cop out 1973
- The Gold Fever Tapes 1973
- The Dread China Town Man 1975
- Toys For The Man Child 1975
Der Tag an dem das Meer verschwand The Day the Sea rolled back 1979
- The Ship that never was 1982
Morgen werde ich tot sein Tomorrow I die 1984
- Sex is My Vengeance 1984
- Trouble … Come And Get It 1984
Tote kennen keine Gnade (Killer / Ich, der Rächer) The Killing Man 1989
Tod mit Zinsen Black Alley 1996
- Something Down There 2003
Das Ende der Straße Dead Street 2007

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