

Das Ende der Straße
Originaltitel: Dead Street, 2007
Hard Case Crime
220 Seiten
Roman
Inhalt:
20 Jahre lebt der New Yorker Ex-Cop Jack Stang mit der Erinnerung an den Tod seiner Freundin. Sie kam bei einer versuchten Entführung ums Leben. Doch was, wenn sie in Wahrheit gar nicht tot ist? Wenn sie überlebt, aber ihr Gedächtnis und alles andere, was sie besaß, verloren hat? Alles – bis auf ihre Feinde?
Kommentar:
Mit einem Nachwort von Max Allen Collins.


Ich, der Richter
Originaltitel: I, the Jury, 1947
Heyne Verlag
244 Seiten
Roman
Inhalt:
"Jack Williams war tot, bestialisch ermordet. Er war mein bester Freund gewesen, war durch dick und dünn mit mir gegangen. Mir tat seine Frau Leid - und ich hasste seinen Mörder. Ich machte Jagd auf ihn, und daraus wurde ein Wettrennen zwischen Pat und mir. Pat, der Mann von der Mordkommission, wusste genau, warum er den Mörder vor mir erwischen musste. Denn wenn ich ihn als erster fand, konnte er sich auf etwas gefasst machen. Ich wollte mich nämlich nicht damit genügen, dieses Verbrechen nur aufzuklären. Ich hatte mir vorgenommen, für den Mörder gleichzeitig Jury und Richter zu sein."
Kommentar:
Sex & Crime & Action - Spillanes berüchtigter Held Mike Hammer zwischen schönen Frauen, Drogenhändlern und kaltblütigen Mördern. Er selbst das Raubtier im Großstadtdschungel, den Blutgeruch in der Nase, Witterung aufgenommen, bis der Killer zur Strecke gebracht wurde. Egal, wer es ist. Zwischendrin so etwas wie Liebe, Ruhe, Zuneigung - Charlotte, eine schöne Psychologin. Aber das sind nur winzige Inseln im alles verzehrenden Strom der Gewalt.
Mit einem kurzen Nachtwort von Christian Weler.


Die Rache ist mein
Originaltitel: Vengance is Mine, 1950
Rotbuch Verlag
256 Seiten
Roman
Inhalt:
Weltenschmerz ertränkt in zu viel Alkohol. Hammer trifft einen alten Kriegskumpel wieder und bei reichlich Drinks frischen sie die alte Freundschaft wieder auf. Bis hin zum Filmriss am nächsten Morgen. Da liegt sein Kumpel dann tot auf dem Boden des Hotelzimmers. Selbstmord mit Hammers 45er - das kommt dem Bezirksstaatsanwalt gerade recht und schon sind Hammers Lizenz und sein Waffenschein weg. Nicht, dass das sonderlich viel ausmacht. Mike kennt die amerikanische Verfassung, deshalb hat er gleich eine Ersatzknarre parat. Die benötigt er auch, denn natürlich hat sich sein Kumpel nicht selbst das Lebenslicht ausgepustet. Mit ein paar hübschen Supermodells an seiner Seite, ganz zu schweigen von Velda, mischt er sich unter das gemeine Verbrechervolk, um in seiner üblichen Art aufzuräumen - mit Fäusten und Kanonen.
Kommentar:
Hammer = Amerika. Das uneingeschränkte Recht, mit aller Kraft und beinahe allen Mitteln für seine Überzeugung einzutreten. Mike weiß, was Gerechtigkeit ist, was Ordnung bedeutet. Aufräumen mit dem Kroppzeug in den Straßen, ohne viel Worte. Der gemeine Gangster versteht ohnehin nur eine Sprache: Gewalt. Und die wird nicht zu knapp verteilt.
So ist Hammer das kleine Abbild der Weltpolizei Amerika. Hart, unbeugsam, stur. Wer sich ihm nicht anschließt, wird zwangsläufig zu den Verlierern gehören. Und warum nicht? Am Ende wartet das Glück, ein paar hübsche Frauen und das gute Gefühl, seine Freiheit verteidigt zu haben.
Zwischendrin kämpft Hammer dann noch mit ein paar leichten Emotionen, ein bisschen unglückliche Liebe hält wohl den Motor am Laufen.


Jackpot
Originaltitel: The Big Kill, 1951
Rotbuch Verlag
262 Seiten
Roman
Inhalt:
In einer lausigen Regennacht sitzt Hammer in einer miesen Kneipe und säuft sich erneut den Weltenschmerz von der Seele, als ein abgehetzter Fremder mit einem Bündel unter dem Arm hereinstolpert. Das Bündel entpuppt sich als Kleinkind und der Mann küsst es wie zum Abschied, ehe er sich einen zur Stärkung genehmigt und in den regen zurückgeht. Hammer hinterher, um gerade noch mitzubekommen, wie der vermeintliche Vater auf offener Straße erschossen wird. Ohne lange zu fackeln jagt Mike einem von ihnen eine Kugel ins Bein, muss dann jedoch miterleben, wie ein weiterer Ganove den Verletzten überfährt, um keine Zeugen zu hinterlassen. Klar, dass Hammer für das Kind in die Bresche springt und sich am Mörder dessen Vaters rächen will. Also beginnt er ein gefährliches Spiel, bei dem bald Kugeln und Fäuste fliegen, schöne Frauen und noch mehr Leichen auftauchen. Was wie ein harmloser Einbruch begann, entpuppt sich als handfeste Gangstergeschichte um Mafiakiller und Erpresser.
Kommentar:
Hammer als stellvertretender Racheengel für einen einjährigen Jungen. Der Mann der Selbstjustiz nutzt jede sich bietende Gelegenheit, um seine 45er warm zu halten. Ein knallhartes, gnadenloses Einmann-Stadtsäuberungskommando. Just dort, wo die Polizei im engen Korsett der Legalität eingepresst ist, setzt Hammer an - in jener Grauzone von Provokation und Notwehr, in der schon mal der ein oder andere Gangster seine Zähne aus der Wange pulen darf oder gleich ins Gras beißt. Hammer steckt dabei ganz ordentlich ein, aber wie der unbeugsame Amerikanische Pioniergeist, steht er immer wieder auf. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und auch wenn sein Gesicht grün und blau geschlagen ist, kriegt er an jede Hand noch ein hübsches Mädchen - richtige Frauen, die wissen was sie wollen, nämlich einen unbeugsamen Mann. Nicht, dass er nicht schon Velda hätte, aber die ein oder andere Affäre mehr, ist gut für's Ego.
Am Ende geht er dann aber ins Netz - Jackpot nicht für ihn - und braucht und bekommt Hilfe. Nicht von den Bullen, nicht von seiner Sekretärin, nicht von seinen geliebten, sondern von jenem kleinen Knirps, dessen Vater er rächen wollte. Früh übt sich, wer ins harte Geschäft der Selbstjustiz einsteigen will. Nicht, dass es reichlich an den sich sträubenden Haaren herbeigezogen ist, wenn so ein Einjähriger einen Zufallstreffer mit einer handlichen 45er landet ...


Tot in New York
Originaltitel: The Body Lovers, 1967
Heyne Verlag
226 Seiten
Roman
Inhalt:
Durch Zufall stolpert Mike Hammer über die Leiche einer einstmals hübschen Frau, die grausam zu Tode gepeitscht wurde. Pikantes Detail: die Dame trug ein hauchzartes Neglige. Und wie sich herausstellt, ist sie nicht die einzige Tote in diesem Outfit. Auch wenn sein Kumpel Pat ihn dazu bewegen möchte, die Sache nicht weiter zu verfolgen, mischt Hammer die Ereignisse auf. Als allerdings Velda ins Visier des psychopathischen Killers gerät, gibt es kein Halten mehr.
Kommentar:
Tot in New York stellt Hammer einen ebenbürtigen Gegner gegenüber - ebenso ein Raubtier in Menschengestalt, ein Jäger inmitten der menschlichen Schafe. Nur dass Hammer sich noch eine Portion Gerechtigkeitsempfinden bewahrt hat, die ihn davor beschützt, wie seine Gegenspieler zu werden. Das ist ein dünner Schutzwall und bedeutet auch nicht, dass Hammers Sinn für Gerechtigkeit dem der Allgemeinheit entspricht. Vielmehr regelt er das - wie gewohnt - auf seine Art der Selbstjustiz. Das Verbrechen ist überall zu Hause und lässt sich - zynisch betrachtet - nur auf einem Weg ausmerzen ...
Mit einem kurzen Nachtwort.