Paul Cain

Name: George Sims
Geboren: 30.05.1902
Gestorben: 23.06.1966
Berufe: Schriftsteller, Drehbuchautor
Pseudonyme: Paul Cain, Peter Ruric

BuchcoverPaul Cain, der nur einen einzigen Roman verfasste, gilt als einer der geheimnisvollsten Schreiber der Hard-boiled-Zeit. Über seine frühen Jahre gibt es scheinbar kein biografisches Material (so soll er bereits als Autor für Stummfilme gearbeitet haben, u.a. zusammen mit Joseph von Sternberg, behauptete aber auch von sich selbst, dass er als Spieler und Vagabund quer durch Süd- und Zentralamerika reiste).

1932 offerierte der angeblich in Chicago aufgewachsene Cain Joseph T. Shaw, dem Herausgeber von Black Mask, den ersten Teil von Fast One. Die Geschichte um den ehemaligen Scharfschützen und Spieler Gerry Kells ergab mit drei Fortsetzungen dann besagten Roman. Es folgten weitere Kurzgeschichten, insgesamt jedoch nur 17 innerhalb von vier Jahren.

Mit dem Weggang von Shaw verließ 1936 auch Cain das Black Mask-Magazin und verdingte sich als Drehbuchautor in Hollywood, arbeitete erfolgreich für Paramount, Universal, MGM und später RKO unter dem Pseudonym Peter Ruric (u.a. schrieb er das Skript zu The Black Cat mit Bela Lugosi und Boris Karloff).

Nach einer krankheitsbedingten Pause schrieb er in den frühen 60ern hauptsächlich für das Fernsehen, ehe er 1966 in Los Angeles verstarb.


Null auf Hundert

Null auf Hundert

Originaltitel: Fast One, 1932

Ullstein
192 Seiten
Roman

Inhalt:

Gerry Kells, hoch dekorierter Scharfschütze im Ersten Weltkrieg, will im Los Angeles der Depressionsjahre ans große Geld kommen. Die Polizei sieht ihn als gefährlichen Killer an, er betrachtet sich als Spieler. Seine Chance kommt, als er von einer großen Ladung Kokain erfährt. Pech nur, dass er dadurch zwischen die Fronten dreier Gangstersyndikate samt bestochener Polizei gerät. Ganz zu schweigen von der alkoholabhängigen Schwedin Granquist, die sich an seine Seite hängt.


Kommentar:

Von Null auf Hundert geht es in diese Gangstergeschichte und für Protagonist Kells genauso rasant abwärts. Mit einer ordentlichen Ladung Leichen auf dem Weg nach unten. Laut Chandler "ein Höhepunkt in der Gattung der ultraharten Kriminalromane" - und für 1932 sicherlich furios. Eine schnörkellose Hard-boiled-Schreibe mit hoffungslosen Protagonisten.

Deutscher Titel Originaltitel Jahr
Null auf hundert Fast One 1932
Totschlag Seven Layers 1948

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