W.R. Burnett

Name: William Ripley Burnett
Geboren: 25.11.1899
Gestorben: 25.04.1982
Berufe: Schriftsteller, Drehbuchautor, Statistiker im öffentlichen Dienst
Pseudonyme: John Monahan, James Updyke

BuchcoverGeboren in Springfield, Ohio als Sohn einer Politikerfamilie, besuchte das Miami Military Institute und die O.S.U., darauf Statistiker von 1920 bis 1927. Umzug nach Chicago, eine Veränderung, die ihn tief bewegte und zu seinem Erstling Little Caesar (1929) anregte (verfilmt 1931 mit Edward G. Robinson). Burnett arbeitete an etlichen Drehbüchern, oft auch Adaptionen seiner eigenen Werke - Scarface, Crash Dive, This Gun for Hire, Wake Island, The Racket.


WR Burnett - American Realist

von Martin Spellman


Asphalt Jungle


Asphalt Jungle

Asphalt-Dschungel (Da waren es nur noch zwei)

Orignaltitel: The Asphalt Jungle, 1949

Diogenes Verlag

320 Seiten

Roman

Inhalt

Verbrechen und Korruption überziehen die Stadt und es hat den Anschein, als würde die Polizei dem tatenlos zusehen. Zumindest war sich die Presse darüber einig, bis Commissoner Hardy das Ruder in die Hand nahm. Jetzt geht es ans Aufräumen. Ganz oben auf der Liste steht das kriminelle Genie Doktor Riemenschneider, frisch aus dem Knast entlassen und untergetaucht. Und tatsächlich hat Hardy den richtigen Riecher, den der gute Doktor plant bereits den nächsten großen Coup. Ein sauberer Bruch in ein Juweliergeschäft, bei dem Klunker im Wert von einer halben Millionen Dollar abfallen sollen. Doch dafür braucht er Unterstützung: der abgebrühten Gus als Fahrer, der adretten Safeknacker Louis und der schweigsame Schläger Dix ziehen mit. Außerdem der halbseidene Rechtsanwalt Emmerich, der dabei seinen ganz eigen Plan umsetzen will. Für das große Geld setzen sie alles auf eine Karte.


Kommentar


Highlights / Tiefschläge


Fazit



Little Caesar

Little Caesar

Diogenes Verlag

224 Seiten

Roman

Inhalt:

Cesare "Rico" Bandello, genannt Little Caesar, avanciert vom brutalen Räuber zum Bandchef. Dabei liebt er nur drei Dinge: seine Waffe, sein Haar und sich selbst. Und mit zunehmendem kriminellen Erfolg, steigen auch seine Ambitionen, es gesellschaftlich zu etwas zu bringen. Sogar Big Boy, der Pate, hat ein wohlwollendes Auge auf Rico geworfen.

Aber auf dem Glanzpunkt seiner Gangsterkarriere, holt ihn die Vergangenheit ein und für Caesar heißt es, sein Leben so teuer wie möglich zu verkaufen ...


Kommentar:

Burnetts Little Caesar ist neben Maurice Coons (als Armitage Trail) Scarface einer der Klassiker der Gangsternovellen. Aufstieg und Fall des kleinen Straßengangsters, meisterhaft verfilmt mit Edward G. Robinson in der Hauptrolle, ist der Roman eine trockene Betrachtung des Amerikas der Depression - der Prohibition und des Alkoholschmuggels, Prostitution, Korruption und Gewalt. Um als Niemand etwas zu werden, hilft nur ein Schießeisen und Skrupellosigkeit.



High Sierra

High Sierra

Diogenes Verlag

314 Seiten

Roman

Inhalt:

Begnadigt: Roy Earle

Der letzte der großen Gangster

Big Mac hatte ihn freigekauft. Mac hatte Pläne. "Das Hotel, das wir ausnehmen wollen. Ein Riesending. Ich hab' dafür nur drei Nullen. Aber dazu braucht's 'nen richtigen Kerl. Du bringst das."

Er brachte das. Auch noch nach sechs Jahren Knast. Roy Earle, der letzte der Dillinger-Bande, der letzte der großen Gangster.

Aber Warten machte ihn nervös. Abends saß er da, spielte mit der Maschinenpistole, ohne die drei Nullen zu beachten ... und wartete.

Red, Babe und Louis, billige Strolche, großmäulig, streitsüchtig. Und das Mädchen. Marie ... ihretwegen gab's bestimmt Ärger. Babes Mädchen, eine Herumtreiberin aus einem schäbigen Tingeltangel ... aber es war etwas an ihr ... etwas Irritierendes.

Roy saß da, wartete ... fingerte an der Maschinenpistole herum ... und wartete darauf, dass das Pulverfass hochging.


Kommentar:

Beinahe zwangsläufig hat man Humphrey Bogart als Roy Earle (diese Figur war übrigens der Namensgeber für Dan J. Marlowes Earl Drake) vor Augen, wenn man High Sierra liest. In der gleichnamigen Verfilmung steuern Bogart und seine Partnerin Ida Lupino unter der Regie von Raoul Walsh auf ihr unvermeidliches Schicksal zu. Das Drehbuch stammte übrigens von John Huston und W.R. Burnett.

High Sierra ist eine klassische, einnehmende Gangstergeschichte. Mit dem Gefühl behaftet, dass hernach wirklich keine wahren Gangster mehr ihren Weg in Bücher finden werden.

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Deutscher Titel Originaltitel Jahr
Der kleine Cäsar (Little Caesar) Little Caesar 1929
- The Silver Eagle 1931
- The Giant Swing 1932
- Iron Man 1932
- "Saint" Johnson 1932
- Dark Hazard 1933
- Goodbye to the Past: Scenes from the Life of William Meadows 1934
- The Goodhues of Sinking Creek 1934
- King Cole 1936
- The Dark Command: A Kansas Iliad 1938
High Sierra High Sierra 1940
- The Quick Brown Fox 1942
Späterer Mord nicht ausgeschlossen Nobody Lives Forever 1943
- Tomorrow's Another Day 1945
- Romelle 1946
Asphalt-Dschungel (Da waren es nur noch zwei) The Asphalt Jungle 1949
Das harte Rudel Stretch Dawson 1950
Im Schatten der Scheinwerfer Little Men, Big World 1951
Ein gefährlicher Weg (Der Henker hat keine Freunde) Vanity Row 1952
- Adobe Walls: A Novel of the Last Apache Rising 1953
- Big Stan 1953
- Captain Lightfoot 1954
- It's Always Four O'Clock 1956
- Pale Moon 1956
Der Gezeichnete Underdog 1957
- Bitter Ground Knopf 1958
Mi Amigo Mi Amigo: A Novel of the Southwest 1959
Ein Mann namens Conant Conant 1961
Nachtclub Volari Round the Clock at Volari's 1961
- The Goldseekers 1962
- The Widow Barony 1962
- The Abilene Samson 1963
- Sergeants 3 1963
- The Roar of the Crowd: Conversations With an Ex-Big-Leaguer 1964
Der schwarze Hengst von Mount Hall The Winning of Mickey Free 1965
Von vielen Hunden gehetzt The Cool Man 1965
Goodbye Chicago Goodbye, Chicago: 1928, End of an Era 1981

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