



Asphalt-Dschungel (Da waren es nur noch zwei)
Orignaltitel: The Asphalt Jungle, 1949
Diogenes Verlag
320 Seiten
Roman
Inhalt
Verbrechen und Korruption überziehen die Stadt und es hat den Anschein, als würde die Polizei dem tatenlos zusehen. Zumindest war sich die Presse darüber einig, bis Commissoner Hardy das Ruder in die Hand nahm. Jetzt geht es ans Aufräumen. Ganz oben auf der Liste steht das kriminelle Genie Doktor Riemenschneider, frisch aus dem Knast entlassen und untergetaucht. Und tatsächlich hat Hardy den richtigen Riecher, den der gute Doktor plant bereits den nächsten großen Coup. Ein sauberer Bruch in ein Juweliergeschäft, bei dem Klunker im Wert von einer halben Millionen Dollar abfallen sollen. Doch dafür braucht er Unterstützung: der abgebrühten Gus als Fahrer, der adretten Safeknacker Louis und der schweigsame Schläger Dix ziehen mit. Außerdem der halbseidene Rechtsanwalt Emmerich, der dabei seinen ganz eigen Plan umsetzen will. Für das große Geld setzen sie alles auf eine Karte.
Kommentar
Highlights / Tiefschläge
Fazit


Little Caesar
Diogenes Verlag
224 Seiten
Roman
Inhalt:
Cesare "Rico" Bandello, genannt Little Caesar, avanciert vom brutalen Räuber zum Bandchef. Dabei liebt er nur drei Dinge: seine Waffe, sein Haar und sich selbst. Und mit zunehmendem kriminellen Erfolg, steigen auch seine Ambitionen, es gesellschaftlich zu etwas zu bringen. Sogar Big Boy, der Pate, hat ein wohlwollendes Auge auf Rico geworfen.
Aber auf dem Glanzpunkt seiner Gangsterkarriere, holt ihn die Vergangenheit ein und für Caesar heißt es, sein Leben so teuer wie möglich zu verkaufen ...
Kommentar:
Burnetts Little Caesar ist neben Maurice Coons (als Armitage Trail) Scarface einer der Klassiker der Gangsternovellen. Aufstieg und Fall des kleinen Straßengangsters, meisterhaft verfilmt mit Edward G. Robinson in der Hauptrolle, ist der Roman eine trockene Betrachtung des Amerikas der Depression - der Prohibition und des Alkoholschmuggels, Prostitution, Korruption und Gewalt. Um als Niemand etwas zu werden, hilft nur ein Schießeisen und Skrupellosigkeit.


High Sierra
Diogenes Verlag
314 Seiten
Roman
Inhalt:
Begnadigt: Roy Earle
Der letzte der großen Gangster
Big Mac hatte ihn freigekauft. Mac hatte Pläne. "Das Hotel, das wir ausnehmen wollen. Ein Riesending. Ich hab' dafür nur drei Nullen. Aber dazu braucht's 'nen richtigen Kerl. Du bringst das."
Er brachte das. Auch noch nach sechs Jahren Knast. Roy Earle, der letzte der Dillinger-Bande, der letzte der großen Gangster.
Aber Warten machte ihn nervös. Abends saß er da, spielte mit der Maschinenpistole, ohne die drei Nullen zu beachten ... und wartete.
Red, Babe und Louis, billige Strolche, großmäulig, streitsüchtig. Und das Mädchen. Marie ... ihretwegen gab's bestimmt Ärger. Babes Mädchen, eine Herumtreiberin aus einem schäbigen Tingeltangel ... aber es war etwas an ihr ... etwas Irritierendes.
Roy saß da, wartete ... fingerte an der Maschinenpistole herum ... und wartete darauf, dass das Pulverfass hochging.
Kommentar:
Beinahe zwangsläufig hat man Humphrey Bogart als Roy Earle (diese Figur war übrigens der Namensgeber für Dan J. Marlowes Earl Drake) vor Augen, wenn man High Sierra liest. In der gleichnamigen Verfilmung steuern Bogart und seine Partnerin Ida Lupino unter der Regie von Raoul Walsh auf ihr unvermeidliches Schicksal zu. Das Drehbuch stammte übrigens von John Huston und W.R. Burnett.
High Sierra ist eine klassische, einnehmende Gangstergeschichte. Mit dem Gefühl behaftet, dass hernach wirklich keine wahren Gangster mehr ihren Weg in Bücher finden werden.