Carter Brown

Carter Brown

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Die Hexenfalle

Die Hexenfalle

Originaltitel: Had I But Groand, 1968

152 Seiten

Roman

Ullstein

Inhalt

Während einer Zechtour lässt sich Drehbuchautor Larry Baker von der hübschen Elaine dazu überreden, mit ihr raus nach Water Meets zu fahren, einem heruntergekommenen Landhaus direkt am See. Dort soll er sie und ihre große Schwester Iris vor Unannehmlichkeiten beschützen. Unannehmlichkeiten der etwas anderen Art: Hexen. Während der Alkoholschleier verfliegt, dämmert es Baker, dass das Mädel keinen Unsinn erzählt, sondern fest an die übernatürliche Bedrohung glaubt. Die Landschaft, der Nebel und ihre durchgeknallte Tante Emma tun ein übriges dazu. Die alte Dame lebt in beständiger Angst vor der Hexenbrut und macht den ganzem Hausstand verrückt. Zu dem gehören die übellaunige Haushälterin Mrs. Robins und besagte Schwester Iris. Wäre die nicht eine blonde Sexbombe, wäre Larry vermutlich auf dem Absatz umgekehrt. Doch so lässt er sich darauf ein, den Schutzengel zu spielen. Und tappt mitten hinein in die Hexenfalle.


Kommentar

Der Australier Brown (eigentlich Alan Geoffrey Yates) verfasste schätzungsweise 200 Romane und war damit in den 50er und 60er immens erfolgreich. Dementsprechend kannte er die Formel für Spannungsliteratur, will es scheinen. Schaut man sich die Zutaten für seinen Roman Die Hexenfalle an, findet man die Quintessenz des Pulp: Sex, Wahnsinn und Mord. Browns Charakter würden sich dementsprechend auch nicht unbedingt in klassischer Literatur wiederfinden. Die Atmosphäre erinnert dabei an eine Gothic Novel – Nebel, Regen und ein zerfallenes Haus. Das ganze ist so routiniert abgemischt, mit genügend Wendungen gewürzt, dass Brown den Leser problemlos bei der Stange zu halten.


Fazit

Pulp, simpel und gut.


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Ein Mörder unter uns

Ein Mörder unter uns

Originaltitel: A Murderer Among Us, 1964

176 Seiten

Roman

Mitternachtsbücher

Inhalt

Was wäre Hollywood ohne Skandale? Was wäre es ohne Diven? Sicherlich nur die Hälfte. Oder noch weniger. Für Rick Holman sind beide der Stoff, der sein Leben finanziert. Denn Holman ist einer der besten Troubleshooter in Tinseltown, und sein Job ist es, die Skandale nicht zu groß werden zu lassen. Oder sie im Keim zu ersticken, wenn wirklich finanzielle Einbußen bei ihrem Bekanntwerden entstehen könnten. Als der kurvenreiche Filmstar Maxine Barr ein paar tempramentvolle Drohungen gegen eine unliebsame Konkurrentin ausstößt, ist das erst einmal nur Publicity. Eine Hauptrolle kann einem ja schließlich immer mal abgejagt werden. Doch als die besagte Konkurrentin dreimal verdammt knapp Mordanschlägen entgeht, droht aus dem Skandälchen ein waschechtes Drama zu werden. Barrs Ex-Mann und Produzent Lester Knight hat also gute Gründe, Rick Holman zu engagieren. Und der kann auch gleich mal anfangen, die Fallstricke um ihn herum auseinander zu knoten. Denn neben Maxine machen ihm deren Ex-Ehemänner 2 und 3, eine geheimnisvolle Blondine und ein psychopathischer Killer bald das Leben schwer. Holman muss sich höllisch ins Zeug werfen, um zu verhindern, dass es einer Diva ans Leder geht.


Kommentar

Eine schon fast typische Pulp-Aufarbeitung des Hollywood-Themas. Lüsterner Star gerät in prekäre Situation, Hard-boiled-Aufräumer muss gegen ihre Reize und Gefahren für Leib und Leben ankämpfen. Die Besetzung der Hollywood-Akteure hält dabei alles bereit, was man so braucht – dekadente Produzenten, besessene Regisseure, zerbrochene Künstler, halbseidene Ex-Männer, Starletts und kriminelle Handlanger. Dazu noch etliche Drehungen und Wendungen, einmal gut Schütteln und fertig ist die Mordgeschichte. Das macht Spaß, wird nicht langweilig und kommt einem die meiste Zeit irgendwie bekannt vor. Marlowe lässt grüßen. Brown fehlen allerdings dann doch Chandlers Melancholie und Klasse. Dafür stehen die Chancen besser, dass der Held am Ende sein Mädchen kriegt.


Fazit

Gute Unterhaltung, wie es sich eben für das Thema Hollywood gehört. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.