Charles Runyon

Charles Runyon

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Mord nach allen Regeln der Kunst

Mord nach allen Regeln der Kunst

Originaltitel: The Prettiest Girl I Ever Killed, 1965

Stark House

400 Seiten

Roman

Inhalt

Sherman, Missouri, 1965: Die hübsche Velda ist glücklich verheiratet, ihr Mann Lou mit seinem Bauunternehmen ein Stützpfeiler der kleinen Gemeinschaft. Als Besitzerin eines kleinen Lädchens ist das Leben dort ganz alltäglich, beinahe langweilig. Bis Carl Friedland mit seiner Frau zurückkehrt, um die Unschuld seines Bruders zu beweisen. Denn der sitzt seit fünfzehn Jahren im Knast, wegen Mordes an Veldas flatterhafter Schwester. Friedland ist überzeugt, dass ihr Tod und der zahlreicher anderer Anwohner auf das Konto eines Serienkillers geht. Carl zieht so ziemlich jeden Unfall und jedes vorzeitige Ableben in Zweifel und sorgt damit für Wirbel im beschaulichen Sherman. Und so sehr sich Velda auch sträubt, sie fühlt sich unwiderstehlich zu Carl hingezogen. Schon bald lässt sie sich von seiner Suche vereinnahmen. Der Killer agiert gerissen und planvoll, Beweise wollen sich keine finden lassen. Bleibt nur, ihn soweit unter Druck zu setzen, dass er Friedland aus dem Weg räumen muss. Den Carl selbst spielt das Spiel des Todes: er ist der Jäger des Jägers. Ohne Skrupel und Furcht gräbt er die dunkelsten Geheimnisse aus, bis sich der Hass der Einwohner gegen ihn wendet. Und die Aufmerksamkeit des Killers. Denn Velda muss erkennen, dass beinahe jeder in ihrem Umfeld in Frage kommt. Egal, wie gut sie die Leute von Jugend an kennt, in jedem könnte sein Mörder lauern.


Kommentar

Dichte Serienkillergeschichte, die ein paar Noir-Züge aufweist: die Protagonistin wird Spielball von Einflüssen, die sich nicht kontrollieren kann und steht am Ende mit leeren Händen da. Dabei wird sie getrieben von einem zunehmenden Misstrauen gegenüber ihrer Umgebung, deren Mitmenschen ihr von Jugend an vertraut und lieb geworden sind. Aber unter dem Druck von Indizien und vor allem fasziniert von Carl, dem Jäger, zerfällt die scheinbar heile Welt in scharfkantige Stücke, die nicht nur ihr die Pulsadern aufzuschneiden drohen. Denn Carl trägt selbst alle Züge eines Psychopathen in sich, ein ebenso kaltherziger, brillanter Planer wie jenen, auf den er es abgesehen hat. Jeder ist verdächtig.