Eric Ambler

Eric Ambler

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Die Maske des Dimitrios

Die Maske des Dimitrios

Originaltitel: The Mask of Dimitrios, 1939

347 Seiten

Roman

Diogenes Verlag

Inhalt

Was geschieht, wenn ein biederer Verfasser von Kriminalromanen in Istanbul das Leben eines tot aufgefundenen Mörders und Heroinhändlers zu erforschen beginnt? Die Realität wird unversehens abenteuerlicher als die Fiktion, und was als intellektuelles Spiel begann, wird blutiger Ernst.

Der unbedarfte Kriminalschriftsteller Latimer begegnet in Istanbul scheinbar zufällig Oberst Haki, dem Chef der türkischen Geheimpolizei. Der Geheimdienstmann ist fasziniert von Latimers Arbeiten und will ihm eine eigene Geschichte als Konzept anbieten. Dabei nimmt er den Schriftsteller zu einer Leichenschau mit - ein erstochener Mann, von dem man sicher ist, dass es der geheimnisvolle Dimitrios ist: ein Dieb, Mörder, politischer Intrigant und Drogenhändler, über den nur wenig bekannt ist. Fasziniert von dem Toten, macht sich Latimer daran, dessen Spur nach zu verfolgen und dem Verschwörer nach und nach die Masken abzunehmen. Doch schnell muss er erkennen, dass es nicht nur um eine spannende Recherche, sondern um reale Verbrechen, Bedrohungen, Rache und viel Geld geht. Auf der Spur des Mörders, gerät Latimer mehr und mehr selbst ins Zielkreuz von Verbrechern.


Kommentar

Die Maske des Dimitrios wurde 1944 von Jean Negulesco mit Sidney Greenstreet und Peter Lorre verfilmt.


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Die Angst reist mit

Die Angst reist mit

Originaltitel: Journey Into Fear, 1940

298 Seiten

Roman

Diogenes Verlag

Inhalt

Graham hat eine nette Frau, ein Haus und einen Job als Ingenieur. Im Auftrag seiner englischen Firma reist er in die Türkei, um dort die Umrüstung der türkischen Flotte auf Geschütze seines Hauses vorzubereiten. Als er abends in sein Hotelzimmer zurückkommt, wird ohne ersichtlichen Grund auf ihn geschossen. Doch der scheinbare Angriff eines Hoteldiebes entpuppt sich als ein fehlgeschlagenes Attentat, beauftragt von deutschen Verschwörern. Oberst Haki von der türkischen Geheimpolizei fackelt nicht lange und bringt Graham auf einem Schiff außer Landes. Wenn Graham es bis Frankreich schafft, ist er gerettet. Doch an Bord befindet sich nicht nur eine verführerische Tänzerin, sondern der bezahlte Mörder und sein Auftraggeber. Gefangen auf hoher See, blickt Graham mehr und mehr dem unweigerlichen Tod ins Auge. Doch überraschende Verbündete spenden einen Streifen Hoffnung am Horizont.


Kommentar

Ambler, Altmeister des Spionageromans, schickt seinen naiven Protagonisten auf eine Reise des Schreckens. Denn obwohl der Engländer Graham mit einem dicken Fell und der Empire-Überheblichkeit seiner Landsleute ausgestattet ist, muss er bald der schrecklichen Wahrheit ins Auge blicken - dem unausweichlichen Tod … oder dem Hochverrat. Was zählt mehr, das Leben eines Einzelnen im Augenblick größter Angst, oder ein Staatsgeheimnis, das politische Verwicklungen, vielleicht sogar einen kriegerischen Konflikt heraufbeschwören kann? Eine Entscheidung, die Graham ganz alleine zu treffen gezwungen ist, denn schon bald ist klar, dass er niemandem an Bord wirklich vertrauen kann. Das Schiff wird zur Todeszelle, in der er seine Seele verkaufen müsste, um lebend davon zu kommen.

Wie auch schon in The Mask of Dimitrios nimmt Amblers Held die Erlebnisse am Ende jedoch leicht hin - mit einem Sandwich. Was sind schon der Weltfriede und Todesangst gegen die Behaglichkeit eines einzelnen Individuums?

Der Roman wurde 1943 mit Joseph Cotton in der Hauptrolle verfilmt, den Part des Oberst Haki bekleidete kein Geringerer als Orson Welles, dem nachgesagt wird, dass er auch starken Einfluss auf diese Arbeit von Regisseur Norman Foster genommen haben soll.