Bewertung

Story

55 %

Spannung

60 %

Atmosphäre

60 %

Gewaltdarstellung

65 %


Filmdaten

Born To Kill (1947)

Deutscher Titel: -

Alternative Titel & Arbeitstitel: Deadlier Than the Male, Lady of Deceit

Studio: RKO

Regisseur: Robert Wise

Darsteller: Claire Trevor, Lawrence Tierney, Walter Slezak, Elisha Cook Jr.

Drehbuch: Eve Greene und Richard Macauley

Musik: Paul Sawtell

Basierend auf: James Gunns Deadlier than the Male


Rezension
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Born to Kill

Inhalt

The coldest killer a woman ever loved.

Als er herausfindet, dass ihn seine Geliebte nur benutzt, um ihren Freund eifersüchtig zu machen, tötet der gewalttätige Sam Wilde (Lawrence Tierney) das Paar und setzte sich ab. Kurz darauf findet Helen Brent (Claire Trevor), gerade wegen ihrer Scheidung in der Stadt, die Toten, aber anstatt die Polizei einzuschalten, reist sie schnurstracks zu ihrem Verlobten, dem reichen Fred Grover. Auf der Zugfahrt sitzt mit niemand anderem als Sam im Abteil. Zwischen den beiden funkt es, auch wenn Helen ihn abweist. Sam lässt sich nicht beirren und taucht kurze Zeit später wieder auf. Diesmal umgarnt er ihre Halbschwester Georgia, um sie kurz darauf zu heiraten. Damit ist der weitere Weg von Helen und Sam unweigerlich miteinander verbunden und hinter der feinen Fassade beginnt es zu brodeln. Als auch noch ein gieriger Privatdetektiv auftaucht und in Sams Vergangenheit schnüffelt, liegt der nächste Mord in der Luft.


Kommentar

I've got a dame on my mind - and she's dead. That's plenty for me.

Solide inszeniertes Psychodrama von Robert Wise, der mit dieser RKO-Produktion seinen ersten Film noir drehte (später folgten u.a. The Set-Up und Odds Against Tomorrow). Das entsprechende Handwerkszeug hatte Wise bereits durch die Zusammenarbeit mit Val Lewton (The Curse of the Cat People und The Body Snatcher) erlernt. Tierney gibt den kaltblütigen Killer, Trevor die langsam wahnsinnig werdende Geliebte - aneinander gebunden durch die klassischen (Noir-)Themen Sex, Gewalt und Besessenheit (von Liebe kann man beileibe nicht sprechen). Im Jahr 1947 sorgte das auch noch für Probleme mit dem Production Code, woraufhin einige gewalttätige Szenen entschärft wurden. Allerdings ging genügend durch - zum Auftakt ein Doppelmord zu jovialen Big Band-Klängen, später eine brutale Verfolgungsjagd am Strand und schließlich das Resümee aus dem Munde einer durch und durch korrupten Figur.


Highlights / Tiefschläge

- Eine Rolle, die ihm auf den Leib geschnitten war: Elisha Cook, Jr. spielte auch in Born to Kill einen Noir-Verlierer. Zwar zeigte sein Charakter streckenweise selbst Killerinstinkt, aber letztendlich war er wieder der Dumme.


Fazit

Born to Kill gehört sicherlich nicht zur Oberliga des Genres, ist aber auch keiner der gängigen Low Budget-Streifen. Gutes Mittelmaß, mit einigen schwarzen Vertiefungen.