Bewertung

Story

55 %

Spannung

65 %

Atmosphäre

70 %

Gewaltdarstellung

60 %


Filmdaten

Crime Wave (1954)

Deutscher Titel: Von der Polizei gehetzt

Alternative Titel & Arbeitstitel: The City Is Dark

Studio: Warner Brothers

Regisseur: Andre de Toth

Darsteller: Gene Nelson, Phyllis Kirk, Sterling Hayden

Drehbuch: Crane Wilbur, Bernard Gordon und Richard Wormser

Musik: David Buttolph

Basierend auf: Kurzgeschichte "Criminal Mark" aus der Saturday Evening Post von John and Ward Hawkins


Rezension
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Crime Wave

Inhalt

Drei Männer überfallen eine Tankstelle und töten dabei einen Streifenpolizisten. Einer von ihnen wird angeschossen und flüchtet sich zu Steve Lacey (Gene Nelson), einem Ex-Knacki, der sich redlich bemüht hat, ein sauberes Leben zu führen. Ehe dem Verletzten jedoch geholfen wird, liegt er schon tot auf dem Teppich und für Lacey und seine Frau Ellen (Phyllis Kirk) fangen die Probleme erst richtig an. Zum einen ist der hartgesottene Lt. Sims (Sterling Hayden) felsenfest davon überzeugt, dass Steve Dreck am Stecken hat, zum anderen tauchen die restlichen Killer auf, um mit Ellen als Druckmittel einen finalen Coup zu landen. Lacey droht unweigerlich von der Welle aus Verbrechen und Mord fort getragen zu werden.


Kommentar

Typischer Doku-Noir-Thriller, der mit Originalschauplätzen in Los Angeles und einem quasi dokumentarischen Erzählstil punktet, ansonsten aber nur Durchschnittsware liefert. Eingeblendet wird das Nonplusultra der damaligen Verbrechensbekämpfung, ein straff organisierter Polizeiapparat und vor allem Streifenwagen aus denen Funknachrichten dringen. Das ist Jahrzehnte später nur noch wenig fesselnd. Dann haben wir noch Sterling Hayden in der Rolle des toughen Lt. Sims, der so hartgesotten ist, dass er ziemlich hölzern und gestellt wirkt. Ihm gegenüber der glatte Gene Nelson, der in seinem aufgemotzten Wagen eher in einen Film über Jugendkriminalität gehört, und ein paar akzeptable Schurken, von denen Charles Bronson noch am überzeugendsten ist. Interessantester Teil des Films ist die Nebenrolle von Tim Carey als Schläger, der so unverhohlen in die Kamera grinst, dass man sich fragt, ob der Regisseur da weggeschaut hat. Dass die Figur Lacey seine Frau, für deren Sicherheit er überhaupt all den Trubel mitmacht, dann auch nur ohne Murren vom durch geknallten Carey in Gewahrsam nehmen lässt, hinterlässt einen irritierenden Beiklang. Am Ende gibt es immerhin ein Happy End und die Erkenntnis - Verbrechen lohnt sich nicht und Gangster sind ohnehin nicht unbedingt die hellsten Köpfe.