Bewertung

Story

80 %

Spannung

80 %

Atmosphäre

85 %

Gewaltdarstellung

80 %


Filmdaten

Decoy (1946)

Deutscher Titel: Blonder Lockvogel, Die gefährlichste Frau der Welt

Alternative Titel & Arbeitstitel: -

Studio: Monogram

Regisseur: Jack Bernhard

Darsteller: Jean Gillie, Edward Norris, Herbert Rudley

Drehbuch: Ned Young

Musik: Edward J. Kay

Basierend auf: -


Rezension
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Decoy

Inhalt

She Treats Men the Way They've Been Treating Women for Years!


Der verurteilte Raubmörder Frankie Olins (Robert Armstrong) schwört, das Versteck seiner Beute von $400.000 mit ins Grab zu nehmen, wenn ihn niemand aus dem Todestrakt holt. Nicht einmal seiner Geliebten Margot (Jean Gillie) vertraut er. Doch die hat schon einen Plan, um Frankies Wunsch zu erfüllen - nicht aus Liebe, sondern aus Gier nach dem Geld. Zusammen mit dem skrupellosen Gangster Jim Vincent (Edward Norris) manipuliert sie den leichtgläubigen Arzt Craig (Herbert Rudley), Olins Leiche mit Hilfe einer Substanz namens Methelyne Blue aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Und kaum ist dem Widererweckten das Geheimnis entlockt, setzt Margot alles daran, ihre Mitwisser auszuschalten. Sergeant 'Jo Jo' Portugal (Sheldon Leonard) kann da nur noch die Leichen aufsammeln.


Kommentar

Ein lange Zeit kaum gesehener B-Film aus den Monogram Studios, der wohl eine der kaltblütigsten Femme fatales des gesamten Genres sein eigen nennt - Margot Shelby. Gespielt von der Engländerin Jean Gillie, Frau von Regisseur Bernhard, kurz nach Decoy geschieden und bereits drei Jahre später an Lungenentzündung gestorben. Was Gillie hier abliefert, überflügelt sogar noch die Schlechtigkeit von Jane Palmer (Lizabeth Scott) in Too Late For Tears. Ihre Margot ist eine eiskalte, halbwahnsinnige Killerin, deren Gier keine Grenze kennt. Sie verführt, manipuliert und tötet ihre Männer reihenweise, ist selbst noch fies, als sie auf dem Sterbebett liegt. Ihre Bösartigkeit ist zeitlos. Daher nimmt sich der Streifen auch sechzig Jahre später noch gut aus. Ein dichter B-Film mit einem harten Plot und kaum Schwächen - selbst die haarsträubende Widererweckung gewinnt mit ihrer Frankenstein-Atmosphäre. Die Kameraführung fängt ausgezeichnet an, pendelt sich später auf Mittelmaß ein, und neben Gillies macht sich vor allem Herbert Rudley als gebrochener (zombiegleicher) Arzt recht gut. Und das Finale ist schließlich eine wahre Höllenfahrt, in dem Margot noch einmal zeigen kann, was es heißt, eine Femme fatale zu sein.


"Quickly, Lloyd, quickly! Dig for it! Deeper! Faster! Quickly, Lloyd! They killed for it. They all killed for it. Frankie, Vincent, I killed for it. And you. You too! You killed for it!"

Siehe auch: Jean Gillie (Speakeasy Blog)