Bewertung

Story

80 %

Spannung

70 %

Atmosphäre

70 %

Gewaltdarstellung

60 %


Filmdaten

Thieves' Highway (1949)

Deutscher Titel: Gefahr in Frisco, Markt der Diebe

Alternative Titel & Arbeitstitel: Collision, Hard Bargain, The Thieves' Market

Studio: 20th Century-Fox

Regisseur: Jules Dassin

Darsteller: Richard Conte, Valentina Cortese, Lee. J. Cobb

Drehbuch: A.I. Bezzefides

Musik: Alfred Newman

Basierend auf: A.I. Bezzefides Thieves' Market


Rezension
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Gefahr in Frisco

Inhalt

Als der Kriegsheimkehrer Nick (Richard Conte) nach San Francisco zurückkehrt, erwartet ihn eine grausame Überraschung: Sein Vater, ein armer Obsthändler, hat bei einem mysteriösen Autounfall beide Beine verloren. Die Suche nach den Hintergründen des Unfalls führen Nick auf die Spur des brutalen, korrupten Großhändlers Figlia (Lee J. Cobb). Mit Hilfe der Hure Rica (Valentina Cortese) will er mit Figlia abrechnen und gerät selbst in tödliche Gefahr...


Kommentar

Dassins letzter Film in den USA, bevor er unter dem Schatten der McCarthy-Ära nach Europa ging. Ein realistisch gezeichnetes Drama um das harte Alltagsleben von Truckern und Händlern auf dem Obstmarkt. In zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen werden die Schwierigkeiten des Geschäfts angeführt - auf der einen Seite mit der Figur des Nick Garcos, der sich mit seiner Ladung Äpfel auf dem Großmarkt behaupten muss, auf der anderen Seite mit der seines Partners Ed Prentiss (Millard Mitchell), der mit einem altersschwachen LKW das große Geld einfahren will. Dabei drangsalieren ihn zwei Konkurrenten, Zeitdruck und schließlich auch sein klappriges Vehikel. Und Glück hat er am Ende auch nicht.


In den Anfängen erinnert das ganze stark an They Drive By Night aus dem Jahr 1940. Kein Zufall, da beide Filme auf Romanen von A.I. Bezzerides (The Long Haul und Thieves' Market) basieren, der für Dassins Film auch das Drehbuch verfasste. Das harte Leben der Lastwagenfahrer mit all seinen Risiken, die nicht selten einen Arm oder ein Bein kosten. Auf dem Großmarkt dann die Skrupellosigkeit des Händlers Figlia, der sein Geld machen will und vor Verbrechen nicht zurückschreckt. Finale Niederträchtigkeit ist seine Aasgeier-Mentalität, als er die Ladung eines Verunglückten LKW aufsammeln lässt.

Dazwischen die fragile Liebe zwischen der Hure Ricarda und Nick, ebenso realistisch unromantisch wie der Rest des Films.

Das vom Produzenten Darryl F. Zanuck erzwungene Happy End bricht dann jedoch mit dem aufgebauten Realismus, genau wie der nachträglich eingefügte moralische Zeigefinger "Don't take the law into your own hands." - was aber das Breen office befriedigt haben dürfte.