Bewertung

Story

80 %

Spannung

75 %

Atmosphäre

90 %

Gewaltdarstellung

80 %


Filmdaten

Get Carter (1971)

Deutscher Titel: Jack rechnet ab, Get Carter

Alternative Titel & Arbeitstitel: -

Studio: MGM

Regisseur: Mike Hodges

Darsteller: Michael Caine, Ian Hendry, John Osborne, Britt Ekland

Drehbuch: Mike Hodges

Musik: Roy Budd

Basierend auf: Ted Lewis Jack's Return Home


Rezension
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Get Carter

Inhalt

Jack Carter (Michael Caine), Troubleshooter für ein Londoner Gangstersyndikat, kehrt zur Beerdigung seines Bruders Frank in seine Heimatstadt Newcastle zurück. In der trostlosen Umgebung der Arbeiterstadt macht er sich nach der Beisetzung daran, die Umstände des Ablebens seines Bruders aufzudecken - gegen den Widerstand der lokalen Banden und seiner eigenen Auftraggeber. Denn Jack ist überzeugt davon, dass sein Bruder umgebracht worden ist. Doch stößt er bei seinen Nachforschungen auf eine Mauer des Schweigens, zu viel Dreck und Korruption liegen unter der Oberfläche verborgen. Als es ihm schließlich doch gelingt, die Hintergründe des Mordes aufzuklären, wendet Carter sich gnadenlos gegen die Verbrecher und hinterlässt einen Stapel Leichen.


Kommentar

Ein meisterhaftes Stückchen britische Filmgeschichte - deprimierend, zynisch und hart.

Hodges und Caine, die kurz darauf noch einmal in Pulp aufeinandertreffen sollten, inszenierten einen coolen, brutalen Gangsterfilm, der mit dem knallbunten Stil der 60er aufräumte. Newcastle - eine verkommene, dreckige, bedrückende Arbeiterstadt, setzt die Grundatmosphäre des Streifens, in die sich die Gangster und Banden einpassen. Es ist fast, als wäre man gezwungen, die feuchte, schmutzige Luft aus den Fabrikschloten, den Mief der Arbeiterhäuser und den Qualm der Pubs einzuatmen.

Da ist kein Quäntchen Schönheit (weder in den Orten, noch in den Menschen), nur Kälte, Tristes, sich lösende Tapeten, enge Zimmer und ein bleigrauer Himmel, bevölkert von Arbeitern, Prostituierten und Verlorenen. Im harten Kontrast dagegen das Leben der Syndikatsverbrecher - in Villen, in dauernder Party, beim Zocken, in teuren Limousinen. Ein Reichtum, den sie skrupellos durchsetzen, ohne dass ein Menschenleben zählt. Carter ist Teil dieser beiden Welten, und bis nicht seine eigene Familie vom Schmutz betroffen ist, berührt ihn das Verbrechen nicht. Dann aber rechnet er knallhart ab, tötet ohne mit der Wimper zu zucken alle, die auch nur ansatzweise mit dem Tod seines Bruders zu tun haben. Und am Ende … am Ende ist er allein mit der Meer.