Bewertung

Story

70 %

Spannung

70 %

Atmosphäre

80 %

Gewaltdarstellung

55 %


Filmdaten

House on Telegraph Hill (1951)

Deutscher Titel: -

Alternative Titel & Arbeitstitel: -

Studio: 20th Century-Fox

Regisseur: Robert Wise

Darsteller: Richard Basehart, Valentina Cortesa, William Lundigan

Drehbuch: Elick Moll und Frank Partos

Musik:

Basierend auf: Dana Lyons House on Telegraph Hill


Rezension
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House on Telegraph Hill

Inhalt

Victoria Kowelska (Valentina Cortese) hat den Krieg und ein Konzentrationslager überstanden. Kurz vor der Befreiung durch die Amerikaner schlüpft sie aus Verzweiflung in die Rolle ihrer verstorbenen Freundin Karin, auf die in San Francisco ein kleiner Sohn (Gordon Gebert) und ein beträchtliches Erbe warten. Nach einer Odyssee in die Staaten kommt sie endlich in der eindrucksvollen Villa auf dem Telegraph Hill an. Dort verliebt sie sich in den Vormund des kleinen Chris, Alan Spender (Richard Basehart), und heiratet ihn schon bald darauf. So wird sie die neue Herrin des altmodischen Hauses. Doch ist es nicht nur der Schatten ihrer jüngsten Vergangenheit, der sie belastet, sondern eine befremdliche, bald schon lebensgefährliche Atmosphäre. Ist es das herrische Kindermädchen Margaret (Fay Baker), die eifersüchtig über Chris wacht und es auf seine vermeintliche Mutter abgesehen hat? Oder gar der Ehemann selbst? Welche Rolle spielt das ausgebrannte Gartenhäuschen, an das sich niemand so recht erinnern will? Victoria droht den Verstand zu verlieren und setzt all ihre Hoffnung in den einzigen Freund, den sie hat, Major Marc Bennett (William Lundigan).


Kommentar

Stimmungsvoller Krimi von Robert Wise (The Curse of the Cat People) mit klassischen Elementen des Film noir - einleitende Off-Erzählung, Schatten der Vergangenheit, Identitätskrise und ein fragwürdiges Happy End. Das ganze gemischt mit Symbolen des altmodischen Gruselfilms in Form einer unheimlichen Villa oder eines ausgebrannten Gartenhäuschens, in dem etwas Schreckliches passiert zu sein scheint. Die Spannung der Geschichte rührt zum einen von der Zerrissenheit der Protagonistin her, die sich unter falscher Identität in eine reiche Familie schleicht. Zum anderen von der sich steigernden Bedrohung, dass etwas ganz und gar nicht stimmt im Haus auf dem Telegraph Hill. Nur will sich bis zum Finale kaum klären, wer hinter all dem steckt. Und selbst dann hat auch das Ende einen durchaus noiresken Zug. Die Rückblende zu Beginn mag etwas langwierig sein, aber dennoch entwickelt der Film aus dem Jahre 1951 eine eindringliche, sich stetig steigernde Spannung.