Bewertung

Story

60 %

Spannung

70 %

Atmosphäre

70 %

Gewaltdarstellung

55 %


Filmdaten

Ministry of Fear (1945)

Deutscher Titel: Ministerium der Angst

Alternative Titel & Arbeitstitel: -

Studio: Paramount

Regisseur: Fritz Lang

Darsteller: Ray Milland, Marjorie Reynolds, Carl Esmond, Dan Duryea

Drehbuch: Seton I. Miller

Musik: Victor Young

Basierend auf: Graham Greene Ministry of Fear


Rezension
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Abschied ohne Küsse

Inhalt

Stephen Neale (Ray Milland) wird während des Zweiten Weltkriegs aus dem Sanatorium entlassen. Nach langer Abgeschiedenheit macht er sich nun wieder auf den Weg nach London. Während er auf den Zug wartet, schlendert er über ein Wohltätigkeitsfest. Dort wird er von einer Gruppe älterer Damen dazu genötigt, der Wahrsagerin einen Besuch abzustatten. Diese verrät ihm das genaue Gewicht des Kuchens, den es auf dem Fest zu gewinnen gibt. Irritiert nimmt er kurz darauf den Kuchen (aus echten Eiern) entgegen, um zum Zug zu gehen. Doch die alten Damen wollen das Gepäck gleich darauf wieder haben - angeblich hätte er das Gewicht doch nicht korrekt erraten. Doch Neale lässt sich nicht beirren und fährt mit dem Kuchen Heim. Unterwegs wird er von einem scheinbar blinden Fahrgast überfallen, der den Kuchen stiehlt und mit einem Revolver verteidigt. Ein Bombenangriff rettet Neale, verwischt aber auch jede Spur des geheimnisvollen Kuchens.

Endlich in London, setzt er sich mit Hilfe eines Detektivs auf die Spur der Organisatoren des Wohltätigkeitsfestes - hinter dem steckt, wie er bald erfährt, ein Spionagering der Deutschen. Dabei lernt er die hübsche Immigrantin Carla Hilfe (Marjorie Reynolds) und deren Bruder Willi (Carl Esmond) kennen. Die beiden sind sehr hilfsbreit, können aber nicht verhindern, dass Stephen ein Mord angehängt wird. So muss er vor der Polizei fliehen, denn der Grund für seinen Aufenthalt im Sanatorium ist nicht gerade geeignet, die Polizei von seiner Unschuld zu überzeugen ... er hat seine Frau umgebracht.


Kommentar

Fritz Langs Adaption eines Graham Greene Stoffs aus dem Jahr 1944. Unter der Arbeit von Drehbuchschreiber Seton I. Miller gingen dabei wichtige Details der Vorlage verloren - die Zwiespältigkeit des Protagonisten, seine inneren Qualen um Mitleid und Schuld, das Finale im Irrenhaus, vor allem aber das Greenesche Ende, das so gar nichts mit dem Kuchen-Happy-Ende des Films zu tun hat. Daran kränkelt die Verfilmung dann auch. Die Handlung ist konfus, die Charaktere bleiben eindimensional (Carla, Willi), selbst Millards Darstellung ist unzureichend, um das Innenleben des Mörders zu offenbaren.

An der Filmmusik hat übrigens Miklós Rózsa mitgewirkt, der allerdings nicht im Vorspann erwähnt wird.