Bewertung

Story

80 %

Spannung

80 %

Atmosphäre

85 %

Gewaltdarstellung

85 %


Filmdaten

Suite Noire (2008)

Deutscher Titel: Serie In Schwarz

Alternative Titel & Arbeitstitel: -

Studio: arte TV

Regisseur: Emmanuelle Bercot, Laurent Bouhnik, Dominique Cabrera, u.a.

Darsteller: Manuel Blanc, Jackie Berroyer, Aïssa Maïga u.a.

Drehbuch: Didier Daeninckx, Chantal Pelletier, Patrick Raynal, u.a.

Musik: Jérôme Charles, u.a.

Basierend auf: -


Rezension
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Serie in Schwarz

Inhalt

Noir in Film und Literatur hat Tradition in Frankreich. Ein Land für die Série Noire beim Verlagshaus Gallimard oder einen Filmemacher wie Melville. Wenig verwunderlich, dass ARTE dort eine rabenschwarze TV-Serie ausstrahlte, mit dem tragenden Titel Suite Noire (Serie In Schwarz), basierend auf der gleichnamigen Romanreihe initiiert von Jean-Bernard Pouy (der wiederum beim deutschsprachigen Distel Verlag veröffentlicht wurde). Entstanden 2008 mit acht Folgen, die eine Reise durch die französischen Abgründe offerieren. Die Anlehnung an den Film noir und die sozialkritischen Polars der französischen Literatur sind dabei kaum zu übersehen. Neben Gewaltdarstellung darf dabei aber auch eine gehörige Portion schwarzer Humor nicht fehlen.


Die Serie In Schwarz ist anspruchsvolle Krimi-Unterhaltung mit der typisch französischen Note. Nicht immer was für Zartbesaitete, aber dann wäre es nun auch nicht noir.


Die Folgen

Nächste Ausfahrt Mord

Gabriel steht auf der Sonnenseite des Lebens. Er hat einen guten Job, eine charmante Frau, ein traumhaftes Haus, zwei bezaubernde Kinder und jetzt auch noch einen Porsche Cayenne. Aber dann passiert etwas. Und um seine "netten Rahmenbedingungen" aufrecht zu erhalten, wird der harmlose Biedermann gleichsam über Nacht zu einem Serienkiller, der jeden beseitigt, der das gefährden könnte, was er sich so hart erarbeitet hat...


Schiessen sie auf den Weinhändler

Beim Essen hört der Spaß auf! Eine Ehefrau, die regelmäßig die Sellerie-Remoulade verpatzt, kann man ein paar Jahre ertragen, aber nicht ein Leben lang. Sie wird von ihrem Mann kurzerhand beseitigt. Dann wird eine gute Köchin eingestellt. Tournedos Rossini, Tauben mit Foie gras, alles mit dem Wein des Hauses abgerundet, das sind fast paradiesische Zustände für einen Winzer, dem gutes Essen über alles geht. ...Außer wenn zwei Monster aufeinander treffen...


Papas Musik

Wenn ein Sohn außer Kontrolle gerät und seiner neurotisch strengen Mutter und seinem als Musikproduzent ruinierten Vater deren Trennung heimzahlt, was bleibt noch übrig, und ihn die Jugend einigermaßen heil überstehen zu lassen? Richtig: Rock 'n' Roll. Sein Vater schöpft wieder Hoffnung, obwohl er weiß, dass diese Musik mit der Energie der Hoffnungslosigkeit gespielt wird. Er versucht, seinem Sohn, der eine vielversprechende Gruppe gegründet hat, zum Durchbruch zu verhelfen. Doch die Zeichen stehen schlecht und die Vergangenheit holt den Papa ein...


Nur DJs gibt man den Gnadenschuss

In ihrer Radiosendung lässt Crista Gefängnisinsassen zu Wort kommen, unter anderem auch einen gewissen Manu. Nachdem dieser entlassen wird, bedankt er sich persönlich bei Crista, die sich auf der Stelle in ihn verliebt. In der Hoffnung, ihm einen Job verschaffen zu können, stellt sie Manu ihrem Chef, dem geheimnisvollen Leiter des Radios vor. Die beiden bekommen tatsächlich ins Geschäft: Manu entwickelt für den Sender ein überaus leistungsfähiges Informatik-System. Crista ahnt allerdings nicht, dass Manu "ein Wolf im Schafspelz" ist...


Die Königin der Pfeifen

Die Transsexuelle "Annabelle" hat im Leben wenig Glück. Sie lässt sich auf jedes krumme Geschäft ein, um damit eine Geschlechtsumwandlung in Thailand zu finanzieren. Doch ihr vorerst letztes "Ding" geht gründlich schief - und es gibt Probleme. Vor allem, weil sie es einerseits mit sämtlichen Gaunern der Porte de Montreuil und andererseits mit der eigenen Familie zu tun bekommt. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich wie ein "richtiger Kerl" zu verhalten...


Das Tamtam der Angst

Der Zeichner Ambroise Fridelance ist zuverlässig, schüchtern und kleinmütig. Er lebt zwischen seiner querschnittsgelähmten Frau, die ihm das Leben schwer macht, um seinem gewissenlosen Verleger, der ihn für seine Buch-Illustrationen mehr als knauserig bezahlt. Ambroise hofft aus diesem Desaster herauszukommen, indem er einen alten Hocker aus Familienbesitz verkauft, bei dem es sich um ein kostbares afrikanisches Design-Objekt handelt. Zunächst träumt er von Reichtum, Glück und Rache, doch als er merkt, dass er bei diesem Geschäft hintergangen wird, offenbart er ungeahnte Wut und Aggression...


Schönheit muss Sterben

Bei seiner ersten Ermittlung macht es sich Corbucci, frischgebackener Privatdetektiv mit Migrationshintergrund, nicht leicht. Der Bewunderer von Don Quichotte legt sich einer hübschen Blondine zuliebe mit einem mafiösen Netz von privaten Kliniken, korrupten Polizisten und Politikern an. Das bringt ihm nicht wenig Feinde ein, doch zum Glück hilft ihm ein alter Flic, der nicht korrupt ist, auf die Sprünge...


Die Stadt beißt

Aus dem Kongo kommt Sara, die Kunstmalerin werden will, illegal nach Paris in ein Viertel voller Crack-Dealer und Junkies. Dort arbeitet sie als Prostituierte, um das Geld für das Flugticket und die falschen Papiere zurückzahlen zu können. Als sie die Summe nach drei Monaten fast zusammen hat, wird ihr das Geld gestohlen und ihre Zimmergenossin ermordet. Sara sucht Hilfe bei einem ehemaligen Streetworker. Aber von da an ist das ganze Viertel hinter ihr her...


Fazit

Schwarz und stark. Genau die richtige Fernsehunterhaltung.


Den perfekten Einblick bieten hier die Teaser für die einzelnen Folgen: