Bewertung

Story

70 %

Spannung

70 %

Atmosphäre

75 %

Gewaltdarstellung

55 %


Filmdaten

The Dark Mirror (1946)

Deutscher Titel: Der schwarze Spiegel

Alternative Titel & Arbeitstitel: -

Studio: Universal

Regisseur: Robert Siodmak

Darsteller: Olivia de Havilland, Lew Ayres, Richard Long

Drehbuch: Nunnally Johnson

Musik: Dimitri Tiomkin

Basierend auf: -


Rezension
Bestellen bei amazon.de
Der schwarze Spiegel

Inhalt

Ein Society-Arzt wird ermordet aufgefunden und der mit der Aufklärung betraute Lt. Stevenson (Thomas Mitchell) hat auch schnell eine Verdächtige aufgetan, die schüchterne Verkäuferin Ruth Collins (Olivia de Havilland). Deren Alibi ist zur Tatzeit reichlich dünn, doch als Stevenson sie in die Mangel nehmen will, gibt es überraschend zwei Collins-Mädchen. Und gegen die selbstsichere Zwillingsschwester Terry (Olivia de Havilland in einer Doppelrolle) kommt er mit seinem Verdacht nicht an. Stattdessen bittet er den Zwillingsforscher Dr. Elliott (Lew Ayres) um Hilfe. Der erklärt sich bereit, die Schwestern einer psychologischen Analyse zu unterziehen. Doch bei Rohrschachtests und Befragungen kommt Elliott einer der beiden Schwestern näher. Und damit einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, das ihn und seine frische Liebe in tödliche Gefahr bringt.


Kommentar

Siodmaks Regiearbeit aus dem Jahr 1946 punktet vor allem durch die starke Schauspielleistung von Olivia de Havilland, die mit ausgefeilter Tricktechnik seitens Eugen Schüfftans als Zwillingspärchen in Szene gesetzt wird. Gegen Ende hin steigert sie sich überzeugend in den Wahn ihrer Figuren hinein, womit der bis dahin eher gradlinige Film an Fahrt und Dunkelheit zunimmt. Angeblich legte de Havilland autobiographische Züge in die Rollen der konkurrierenden Zwillinge, bestand zu dieser Zeit doch ein sehr gespanntes Verhältnis zwischen ihr und ihrer Schwester Joan Fontaine.

Während die Tricktechnik auch Jahre später noch überzeugt, wirkt die Adaption heute altbacken. Rohrschachtests und freudsche Fragerunden fielen in den späten 40ern noch auf fruchtbaren Boden, kommen heute aber überholt daher. Ähnlich wie alte Police Procedure-Streifen ist das nett anzusehen, aber im Endeffekt langweilig. Zudem mutet es befremdlich an, dass die Protagonistinnen sogar Namensschildchen tragen, um dem Zuschauer das Folgen zu erleichtern.


Dies & das

Die DVD-Fassung von Koch Media enthält ein ausführliches und gutes Booklet von Thomas Willmann.


Fazit

Unterhaltsamer Film noir, der seine Stärken erst gegen Ende ausspielt.