Bewertung

Story

65 %

Spannung

75 %

Atmosphäre

70 %

Gewaltdarstellung

80 %


Filmdaten

The Getaway (1972)

Deutscher Titel: Getaway, Ein Mann explodiert, The Getaway - Ihre Chance ist gleich null

Alternative Titel & Arbeitstitel: -

Studio: First Artists

Regisseur: Sam Peckinpah

Darsteller: Steve McQueen, Ali MacGraw, Slim Pickens

Drehbuch: Walter Hill

Musik: Quincy Jones

Basierend auf: Jim Thompsons The Getaway


Rezension
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Getaway

Inhalt

Als seine vorzeitige Entlassung abgelehnt wird, schickt der Bankräuber Carter "Doc" McCoy (Steve McQueen) seine Frau Carol (Ali McGraw) los, ihn aus dem Knast zu holen. Dabei kann ihr nur der korrupte Geschäftsmann Jack Benyon (Ben Johnson) helfen, der genügend Einfluss in politischen Kreisen hat, um den Verurteilten freizubekommen. Doch dafür verlangt er eine Gefälligkeit von Carol und einen Persilschein von Doc. Der soll zusammen mit zwei weiteren Gangstern eine Kleinstadtbank um satte $500.000 erleichtern. Der detailliert geplante Überfall gelingt, doch bleibt ein toter Wachmann zurück. Damit ist die Jagd auf das Verbrecherpaar eröffnet, denn nicht nur einer ihrer Partner führt ein mörderisches Doppelspiel … Ihre Flucht führt sie in Richtung Mexiko und dabei müssen sie sich mehr als einmal den Weg freischießen.


Kommentar

Jim Thompson selbst hat vier Monate lang an der Drehbuchadaption seines Romans gearbeitet, ehe er durch Walter Hill ersetzt wurde. Steve McQueen passte das ungewöhnliche und schwarze Ende der Vorlage nicht, woraufhin er Thompson und das Finale ersetzen ließ (gegen ein ebenso surreal anmutendes, zudem kitschiges Happy End). Sam Peckinpah, der die Regie von Peter Bogdanovich übernahm, machte die recht einfache Story zu einem wahren Leinwanderfolg - Liebe, Verfolgungsjagden und brutale Schusswechsel, alles, was so ein Streifen braucht. Der Anfang - McCoys Knastaufenthalt - mit seinen zerstückelten Sequenzen, verspricht viel, doch ziemlich schnell verläuft der Film so gradlinige wie die Highways, auf denen das Paar flüchtet. McQueen ist cool, McGraw hübsch und Lettieri (als Killer Rudy) fies (wobei seine Nebenhandlung den Film unnötig in die Länge zieht). Im Endeffekt vermisst man aber die wahre Thompson-Atmosphäre und am Ende zieht man nur eine Augebraue in die Höhe und fragt sich, warum da dieser Cowboy ist …