Bewertung

Story

55 %

Spannung

55 %

Atmosphäre

60 %

Gewaltdarstellung

50 %


Filmdaten

The Spiral Staircase (1946)

Deutscher Titel: Die Wendeltreppe

Alternative Titel & Arbeitstitel: Silence of Helen McCord, Some Must Watch

Studio: RKO

Regisseur: Robert Siodmak

Darsteller: Dorothy McGuire, George Brent, Ethel Barrymore

Drehbuch: Mel Dinelli

Musik: Roy Webb

Basierend auf: Ethel Lina Whites Some Must Watch


Rezension
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Die Wendeltreppe

Inhalt

Neuengland im frühen 19. Jahrhundert - ein Serienkiller versetzt eine Kleinstadt in Angst und Schrecken. Jedes seiner erwürgten Opfer weist eine Behinderung auf. Nun deutet alles darauf hin, dass die junge Helen Capel (Dorothy McGuire), stumm nach einem schrecklichen Kindheitserlebnis, sein nächstes Opfer wird. Im riesigen Landhaus der Familie Warren scheint sie sicher, doch dann häufen sich die unheimlichen Vorfälle. Die alte Mrs. Warren beginnt Andeutungen zu machen, ihre beiden Söhne beäugen sich eifersüchtig und draußen bricht ein heftiges Unwetter an. Helen muss erkennen, dass sich der Killer in ihrer unmittelbaren Nähe befindet. Für sie beginnt der Kampf ums Überleben.


Kommentar

Eine opulent ausgestattete Kriminalgeschichte in klassischen Vorgaben. Mal abgesehen von der Entstehungszeit ist da jedoch nicht viel, was ihn als Film noir kennzeichnen könnte. Die sehr gute Kameraarbeit von Nicholas Musuraca und die Augen des Killers, verlieren das Spiel gegen eine langatmige, absehbare Story und eine dumme, nervende Protagonistin. Ein bisschen greift Staircase den modernen Teenthrillern vor: hübsche Mädels sind dumm und geraten deshalb in die Fänge des Mörders. Der ist übrigens so clever, seine Manie immer nur dann auszuleben, wenn - alle Jubeljahre - ein bestimmter Verdächtiger anwesend ist. What the f...? Immerhin ist Mutter Warren eine verdrehte alte Dame, dafür bleiben die restlichen Darsteller (u.a Ken Smith aus Cat People) ziemlich fade. Roy Webb steuert gute musikalische Untermalung im Stil alter Gruselfilme bei, die perfekt zum "eerie gothic mansion" passt.

Nicht zu vergessen das wunderbare Happy End: armes-Mädchen-findet-durch-Schock-seine-Stimme-wieder-und-lebt-von-da-an-glücklich-weiter. Muss man wirklich nicht gesehen haben.