Bewertung

Story

65 %

Spannung

60 %

Atmosphäre

65 %

Gewaltdarstellung

55 %


Filmdaten

This Gun For Hire (1942)

Deutscher Titel: Die Narbenhand, Killer zu vermieten

Alternative Titel & Arbeitstitel: -

Studio: Paramount

Regisseur: Frank Tuttle

Darsteller: Alan Ladd, Veronica Lake, Robert Preston

Drehbuch: Albert Maltz und W.R. Burnett

Musik: Frank Loesser und Jacques Press

Basierend auf: Graham Greenes A Gun For Sale


Rezension
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This Gun for Hire

Inhalt

"It's dead. I killed it. ... I killed my luck."

Der Profikiller Raven (Alan Ladd) erschießt kaltblütig einen Chemiker und seine Assistentin, stiehlt eine chemische Formel und wird prompt von seinem Auftraggeber (Laird Cregar) mit gestohlenem Geld ausbezahlt. Nicht lange und die Polizei, allen voran Michael Crane (Preston Foster), ist ihm auf der Spur. Durch eine auffällige Entstellung seiner Hand, wird Raven zum Gejagten, dem nur der Sinn nach Rache steht.

Gleichzeitig setzt ein Senator die hübsche Varietezauberin Ellen (Veronica Lake) auf eben jenen geheimnisvollen Auftraggeber an, der im Verdacht steht, an eine fremde Macht Giftgas zu liefern. Die Wege des Killers und der Agentin kreuzen sich und gemeinsam suchen sie Unterschlupf in einem Güterbahnhof. Während das Netz der Verfolger immer enger wird, versucht Ellen, den emotionslosen Killer zum Patrioten zu machen …


Kommentar

Für das schwache Drehbuch zeigt sich neben Albertz Maltz auch W.R. Burnett verantwortlich. Von Greenes tragischer Geschichte um den entstellten Killer Raven bleibt nicht viel übrig. Alan Ladd wird zum "engelsgesichtigen" Profi, Veronica Lake zu einer zaubernden Agentin umfunktioniert. Die Isolation des Killers wird kaum vermittelt (Ladds beste Szene ist, als er versehentlich eine Katze tötet), gegen Ende aber immerhin greifbarer (mal abgesehen vom kitschigen Finale). Die Lake bleibt blass und wirkt in ihren Gesangs- und Showeinlagen genauso unpassend wie als patriotische Agentin. Nicht zu vergessen Preston Foster als guter Cop und Verlobter der vaterlandstreuen Ellen, der im Buch auch tragischer ist.

Zudem wurde die Handlung historisch angepasst - Krieg war schon, deshalb wurde aus Greenes Minister ein Chemiker und aus seinen Kriegstreibern verräterische Agenten.


Eine ordentliche Schwarzweiß-Fotografie immerhin und Laird Cregar ein akzeptabler Gegenspieler.

Statt diese Kanone jedoch anzuheuern, sollte man lieber das Buch lesen.