Bewertung

Story

75 %

Spannung

70 %

Atmosphäre

75 %

Gewaltdarstellung

50 %


Filmdaten

Don't Bother To Knock (1952)

Deutscher Titel: Versuchung auf 809

Alternative Titel & Arbeitstitel: -

Studio: 20th Century-Fox

Regisseur: Roy Baker

Darsteller: Richard Widmark, Marilyn Monroe, Anne Bancroft, Elisha Cook Jr.

Drehbuch: Daniel Taradash

Musik: Lionel Newman

Basierend auf: Charlotte Armstrongs Mischief


Rezension
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Versuchung auf 809

Inhalt

Fahrstuhlführer Eddie (Elisha Cook Jr.) besorgt seiner Nichte Nell (Marilyn Monroe) einen Job als Babysitter. Nur ein paar Stunden auf die unkomplizierte Tochter einer wohlhabenden Familie aufpassen. Für die erst seit ein paar Tagen in New York anwesende Nell keine spannende Aufgabe und schnell lässt sie sich dazu hinreißen, die Kleider und den Schmuck ihrer Arbeitgeberin anzuprobieren und sich Tagträumen hinzugeben.

Im selben Hotel ist auch der Pilot Jed Towers (Richard Widmark) abgestiegen, um sich mit der Nachtclubsängerin Lyn (Anne Bancroft) auszusprechen. Doch die lässt ihn abblitzen und so kippt er sich auf seinem Zimmer etwas Seelentröster hinter die Binde. Im Fenster gegenüber - Raum 809 - sieht er die hübsche Nell einsam tanzen und ruft sie an. Nicht lange, und sie lädt ihn auf einen Drink ein. Jed ahnt nicht, dass ihn eine unruhige Nacht erwartet, denn Nell ist erst vor kurzer Zeit aus einer psychiatrischen Anstalt entlassen worden ... und nicht völlig geheilt.


Kommentar

Marilyn Monroe in der Rolle einer Psychopathien, hin- und hergerissen zwischen mörderischen Anwandlungen und nymphomanem Drang, wandelt sich von der anfangs etwas schüchternen Nell zu einer seelisch völlig aus dem Gleichgewicht geratenen Person. Durchaus überzeugend. Widmark dazu in guter Stimmung - Don't Bother To Knock ist ein sehenswerter kleiner Noir-Streifen.


Die Handlung beschränkt sich ausschließlich auf das Hotel und seine Bewohner und hat ein paar stimmungsvolle Höhepunkte, wenn die potentielle Kindsmörderin ihre Träume beschützen möchte.

Gerade der Anfang ist sehenswerte, in der die Protagonisten in Begleitung von Lyns Gesang über das Hausradio vorgestellt werden. Dazu flotte Dialoge und ein Barkeeper mit ätzendem Humor, Elisha Cook Jr. wie gewohnt als Pechvogel, der ordentlich einstecken muss.


Etwas störend ist die überzogene Quintessenz des Films: sei ein einfühlsamer Mann, dann bekommst du dein Mädchen. Nichts gegen HappyEnd, aber das ist ein bisschen dick aufgetragen. Musste aber vielleicht sein, um das (damalige) Publikum etwas versöhnlicher zu stimmen, nachdem die unvergleichliche Marilyn hier nicht so nett und lustig ist wie in vielen anderen ihrer Filme.