Bewertung

Story

65 %

Spannung

60 %

Atmosphäre

80 %

Gewaltdarstellung

55 %


Filmdaten

White Zombie (1932)

Deutscher Titel: -

Alternative Titel & Arbeitstitel: -

Studio: United Artists

Regisseur: Victor Halperin

Darsteller: Bela Lugosi, Madge Bellamy, Robert Frazer

Drehbuch: Garnett Weston

Musik: Xavier Cugat

Basierend auf: -


Rezension
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White Zombie

Inhalt

They are not men, madame. They are dead bodies!

Das Pärchen Neal (John Harron) und Madelaine (Madge Bellamy) trifft auf Haiti ein, um dort zu heiraten. Eine Schiffsbekanntschaft, der Plantagenbesitzer Beaumont (Robert Frazer), hat sie zu sich eingeladen, auch um dem jungen Ehemann eine einträgliche Stellung anzubieten. Doch seine Offerte und Freundlichkeit sind nur falsches Spiel, denn in Wahrheit will er nur die Liebe Madelaines erlangen.

Doch als diese ihn abweist, wendet er sich in seiner Verzweiflung an den geheimnisvollen Legendre (Bela Lugosi). Denn der besitzt die Macht, Tote zum Leben zu erwecken und seinem Willen zu unterwerfen. Seine Papiermühle wird nur von diesen Sklaven - Zombies - betrieben.

Die beiden hecken einen diabolischen Plan aus - in der Hochzeitsnacht vergiftet Beaumont seine Liebe, um sie bald darauf aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Doch was ihn statt einer zarten Romanze erwartet, ist zu viel für den Mörder. Und auch der Blick des skrupellosen Legendre hat sich der leblosen Schönen zugewendet.


Kommentar

I kissed her as she lay there in the coffin; and her lips were cold.

Horrorfilmklassiker und einer der ersten Zombiefilme. Die Schauspieler, gerade Lugosi (ein Jahr nach seiner Dracula-Interpretation), posieren in bester Stummfilmmanier, die Story ist holprig und das Hawaii-Setting durchwachsen. Vor allem die Schlossruine des Oberschurken wirkt völlig fehl am Platz. Und doch hat der Streifen, trotz einiger Längen, ein paar fesselnde Szenen zu liefern. In den oft surrealen Bildkompositionen (sogar Splitscreenverfahren), im Spiel aus Licht und Schatten und dem Einsatz von Geräuschen. Vor allem die Sequenz in der Zuckermühle hat es in sich.

Es ist ein Horrorfilm, der ohne Schockeffekte auskommt, der oftmals etwas traumartiges an sich hat. Zehn Jahre später sollte Val Lewton jene Form des angedeuteten Grauens in seinen Filmen für RKO perfektionieren - unter anderem auch mit einem Zombiefilm - I Walked With A Zombie.

Vor allem schade, dass diese DVD-Fassung in äußerst mäßiger Mache daherkommt. Hauptkritikpunkt ist sicherlich die deutsche Synchronisation, die der Vorlage in nichts gerecht wird. Unpassende Musikuntermalung und lustlose Sprecher. Vermutlich wäre es sinnvoller gewesen, den rauschenden Originalton aufzubessern und mit Untertiteln zu versehen. Die Bildqualität ist für einen alten Streifen immerhin ganz passabel.