Fletcher Flora

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Leave Her to Hell

Leave Her to Hell

Originaltitel: Leave Her to Hell, 1958

Roman

Inhalt

Privatdetektiv Percy Hand ist nicht unbedingt einer der bestaussehensten Schnüffler, aber seine sardonische Art und tiefverwurzelte Ehrlichkeit machen ihn zu einem gefragten Mann. Sowohl als Ermittler, als auch als Liebhaber. Ob er dabei allerdings in derselben Liga spielen darf, bleibt abzuwarten. Denn seine bildhübsche Auftraggeberin Faith Salem hat ziemlich ambitionierte Ziele, was das sozial und finanziell abgesicherte Leben anbelangt. Ihre anstehende Hochzeit mit dem reichen Graham Markley jedenfalls will sie sich durch nichts durchkreuzen lassen. Deshalb soll Percy auch herausfinden, was mit Markleys erster Ehefrau Constance geschah. In der offiziellen Version setzte sich die Dame vor mehr als zwei Jahren mit ihrem Liebhaber und ein bisschen geklautem Bargeld ab und blieb seitdem unauffindbar. Sowohl Faith als auch Percy kommen da jedoch leichte Zweifel, denn ein paar Leute wollen auf Gedeih und Verderb nicht, dass der Detektiv seine hässliche Nase allzu tief in die ganze Angelegenheit steckt. Allen voran der Bruder des Liebhabers, der Gangster Silas Lawler. Der ist durchaus bereit, die Nase zu brechen. Als erste Warnung.


Kommentar

Unterhaltsame Hard-boiled-Story mit einem Hauch Chandler, deren Funke aber nie so recht zünden will. Bis die Handlung in Action ausartet, sind schon gut Zweidrittel des Romans mit Gesprächen, harmlosem Nachforschen und ein wenig Zweisamkeit vertan. Es fehlt dabei an wirklich einnehmenden Figuren - Percy ist ein guter Schnüffler, aber ohne nennenswerte Kanten. Er ist weder unglaublich tough, noch tragisch, noch besonders clever. Eher der Durchschnittsermittler, der seine Sache routiniert erledigt und sich nicht aus dem Konzept bringen lässt. Nicht unbedingt langweilig, aber auch nicht mitreißend. Die restlichen Figuren wirken wie halbgare Aufgüsse typischer Hard-boiled-Protagonisten, ohne sich dabei nennenswert voneinander absetzen zu können. Einzig Hands Liaison mit der eigenwilligen Robin blitzt in Wortwechseln und Tragik gelegentlich positiv auf. Wird aber dann in einem ziemlich gestutzten Ende bedeutungslos gemacht.


Fazit

Netter Schmöker für Zwischendurch.