No One Lives Forever - The Operative

No One Lives Forever - The Operative

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No One Lives Forever - The Operative

Erscheinungsjahr: 2000

Studio: Monolith Productions, Inc.

Darsteller: Kit Harris, Jock Blaney

Drehbuch: Craig Hubbard

Musik: Guy Whitmore


Typ: Egoshooter, Agenten, Parodie


Inhalt

Großbritannien, 1967: Die Topagenten der Geheimorganisation UNITY sterben wie die Fliegen. Alles deutet auf einen Verräter in den eigenen Reihen hin, dem man nun mit einem Joker auf die Spur zu kommen sucht: Cate Archer, einer ehemaligen Diebin und der ersten Agentin in den Rängen von UNITY. Ausgestattet mit einem umfangreichen Waffenarsenal, coolen Gadgets, hautengem Outfit und britischem Humor, wird sie zusammen mit ihrem Mentor nach Marokko geschickt. Doch statt einer ersten, erfolgreichen Mission, wartet ein Hinterhalt auf die beiden, dem nur Cate entkommen kann. Damit ist die Schonzeit der Agentin abgelaufen, denn nun heißt es für sie und UNITY, die Welt vor einer terroristischen Bedrohung erster Güte zu bewahren - der Geheimorganisation H.A.R.M. unter der Leitung des russischen Killers Dmitrij Volkov. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt, um H.A.R.M.s Pläne zu vereiteln, der Cate nach Ostdeutschland, auf Tauchstation und sogar auf eine Raumstation führt. Denn ihre Gegner wollen beweisen, dass niemand für immer lebt!


Kommentar

Vollgestopft mit Anleihen und Zitaten aus Agentenfilmen a la Bond und TV-Serien wie The Avangers , The Prisoner oder Man From U.N.C.L.E. offeriert NOLF einen knallbunten Trip zurück in die Swinging Sixties und die Hochzeit der coolen Agenten. Während der Plot sich dezent an Liebesgrüße aus Moskau orientiert, wird an exotischen Orten rausgeholt, was geht. Nachtclubs, tropische Inseln, ostdeutsche Forschungseinrichtung, ein Containerschiff, ein Unterwassereinsatz und sogar eine kleine Reise ins All verlangen Topagentin Cate Archer alles ab. Denn natürlich mangelt es nicht an Schurken. Wellen von Verbrechern, Spionen und H.A.R.M.-Soldaten, wie es sich für einen Shooter gehört. Und wenn das Fußvolk ausgeschaltet ist, warten ein paar unterhaltsame Endgegner. Weder die, noch den Plot selbst nimmt NOLF allzu ernst. Die Schergen sind sich ihrer Rolle als Kanonenfutter schon beinahe bewusst, die Endgegner herzhafte Klischees. In der Handlung jagt ein Verrat den nächsten, nur um von einem doppelten Spiel den Boden unter den Füßen weggerissen zu bekommen. Überhaupt ist NOLF zwischen den Missionen und Trainingseinsätzen reichlich dialoglastig, aber nie langwierig oder langweilig. Denn nicht nur auf ihren Einsätzen muss Cate ihre Frau stehen. Auch in den Reihen von UNITY weht ein nicht gerade freundlicher Wind. Aber Agentin Archer hat alles, was es braucht, um auch die größte Krise durchzustehen. Ein paar flotte Sprüche, zahlreiche Gadgets (Schlafgas, Dietrich, Codeknacker, Taschenlampe, etc.), ein reichhaltiges Waffenarsenal (schallgedämpfte Automatik, Maschinenpistolen, Scharfschützengewehr, Armbrust, Granaten) und einen Minirock, der sie jedoch nicht daran hindert, den bösen Buben ordentlich in den Hintern zu treten.

Aber Gewalt ist oftmals die schlechtere Option, um eine Mission zu bestehen. Denn einmal aufgeschreckte Gegner steuern zackig den nächsten Alarmknopf an, um Verstärkung zu rufen. Stattdessen kann sich Cate durch Schleichen und Ausnutzen der Umgebung viel effektiver ans Ziel bringen. Doch Vorsicht vor allzu lautem Untergrund, Kameras oder Suchscheinwerfern. Selbst etwaige Leichen sollte Cate aus dem Weg schaffen oder mit einem handlichen Leichenentfernerspray auflösen. Wachposten lassen sich betäuben und durch entwaffnen hilflos machen. Schlösser knackt sie mit ihrer Haarnadel (die sich auch als Giftdorn einsetzen lässt), oder schweißt sie auf. In den einzelnen Missionen findet sich nützliches Geheimmaterial, für das sich Cates Werte im Lauf des Spiels verbessern, wobei manches davon erst beim erneuten Durchspielen zugänglich wird.


Abgerundet wird das Agentenabenteuer durch einen ausgezeichneten Soundtrack, komponiert von Guy Whitmore, in der als sogenannte DirectMusic ins Spiel integriert wurde und nichts anderes bedeutete, als dass sich Tempo und Intensität der Musikstücke dem Spielgeschehen anpasst. Wird Cate entdeckt oder in Kampfhandlungen verstrickt, zieht der Sound an. Der gleichnamige Titelsong stammte dann allerdings von Rich Ragsdale und ist eines der Elemente, die einen nicht mehr loslassen.


Und wie es sich für eine Geheimagentin gehört, kehrte Cate Archer auch schon 2002 zurück, diesmal als A Spy in H.A.R.M.'s Way.


Fazit

Sie lebt doch für immer.