Jim Thompson

Jim Thompson

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The Transgressors

Die Verdammten

Originaltitel: The Transgressors, 1961

Roman

Inhalt

In Big Sands, Texas, gibt es nicht viel außer Rindern, Öl und Klapperschlangen. Und wenn du an keinem davon viel Kohle verdienst, dann ist es deprimierendes Städtchen, um alt zu werden. Zumindest für Tom Lord, der sich als Deputy verdingt. Seine Mutter hat die Familie frühzeitig verlassen. Sein Vater wurde krank und Tom musste sein Medizinstudium abbrechen, um ihn bis zu seinem Tod zu pflegen. All zu viele Optionen hat er also nicht mehr. Und nach Jahren von Wüstensand und Texas-Slang, kann er sich kaum davon lösen. Denn sein einziger Ausweg - ein Landdeal - wurde ihm von ein paar Mafiatypen verbaut. Einer von denen war ein Typ namens McBride. Und den hat Tom Lord in einem Handgemenge umgebracht. Wenigstens glauben das der Sheriff, ein Mafiakiller und die Witwe. Vielleicht war es auch nur ein Unfall. Bei Tom Lord kann man da nie sicher sein. Er ist so zahm wie eine Klapperschlange. Und die knallt man am besten ab.


Kommentar

Vertrauen ist ein schieres Ding der Unmöglichkeit, zumindest zwischen den Figuren eines Jim Thompson. Sie sind alle ein Haufen von Lügnern, Betrügern, Psychos und Mördern. Zumindest die meisten. Nehmen wir Tom Lord, Protagonist aus dem 61er The Transgressors: Anfang Dreißig, gut aussehend, intelligent. Ein Typ, dem alle Türen offen stehen. Wäre da nicht …, ja, wäre da nicht … Die Mutter, die ihn als Kind verlassen hat und deren Inkarnation im Jahre später begegnen sollte. Der kranke Vater, der sich ewig Zeit lässt mit dem Dahinsiechen, bis Toms Medizinstudium vom Staub auf der Straße fortgetragen wird. Ein Landdeal um Öl und viel Geld, der Lord aus dem stickigen Städtchen katapultieren könnte. Wenn ihn nicht ein paar Mafiatypen über den Tisch gezogen hätten. Seine Freundin Joyce, eine Hure, die eigene Pläne hat. Und der ganz schäbige Rest von Big Sands. Sie reichen schon, um einem das Leben zur Hölle zu machen. Aber das ist es nicht, nicht völlig. Denn eigentlich ist es Tom Lord gegen sich selbst. Seine lockere Texaner-Fassade gegen den hassenden, tödlichen Psychopathen. Letzterer blickt immer wieder bedrohlich durch die Augen des scherzenden Hilfssheriffs. Letzterer könnte es sein, der Bigs Sands mit ein paar übel zugerichteten Leichen verziert.


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