John Lange / Michael Crichton
Zero Cool
Originaltitel: Zero Cool, 1969
204 Seiten
Roman
Hard Case Crime
Inhalt
Der Radiologe Peter Ross wollte nur Urlaub im sonnigen Spanien machen und die hübsche Angela Locke bot genau die richtige Art von Entspannung. Aber eine ganze Ladung Gangster stören die Romanze, denn Ross soll für sie eine fragwürdige Obduktion vornehmen. Eine Weigerung kommt nicht in Frage, wenn ihm sein Leben lieb ist. Alle sind auf der Jagd nach einem wertvollen Artefakt und ein geheimnisvoller Killer stapelt schon die nächsten Leichen neben Peter auf.
Kommentar
Lange / Crichtons Roman würde eindeutig besser in die von Hard Case Crime-Gründer Charles Ardai angestrebte Reihe mit Abenteuerromanen passen, als in die Krimiserie. Denn mal abgesehen von blutigen Morden und einer durchtriebenen Femme fatale ist Zero Cool reinstes Abenteuergarn. Schöne Frauen, ein mysteriöses Artefakt und filmreife Schurken - nett zu lesen, aber ohne Noir-Geschmack.
Aber das Cover selbst nimmt sich schon nicht ganz ernst - Angela schmöckert in einem HCC-Roman, vermutlich Grave Descend.
Mordtaucher vor Jamaika
Originaltitel: Grave Descend, 1970
204 Seiten
Roman
Hard Case Crime
Inhalt
Der Tiefseetaucher James McGregor wird angeheuert, eine unter mysteriösen Umständen gesunkene Luxusjacht, die Grave Descend, vor der Küste Jamaikas ausfindig zumachen. Mysteriös vor allem, weil McGregor zufällig mit ansieht, wie das Schiff erst nachträglich versenkt wird. Aber zehntausend Dollar sind nun einmal zehntausend Dollar und so lässt er sich auf das Verwirrspiel ein, hinter dem der Versicherungsmann Wayne und die hübsche Monica stecken. Aber Geld kann das Leben an sich nicht ersetzen und schon bald muss McGregor sich gegen Killer über und unter Wasser zur Wehr setzen, um zu erfahren, was sich wirklich an Bord des Wracks befindet.
Kommentar
John Lange ist ein Pseudonym von keinem anderen als Michael Crichton. Garantie für ungetrübtes Lesevergnügen? Zumindest für leichten, unterhaltsamen Popkorn-Pulp. Eine Abenteuergeschichte in traumhafter Umgebung mit intriganten Schurken, skrupellosen Killern, schönen Frauen, Alligatoren und Hammerhaien. Nicht selten fühlt man sich an einen Bond-Streifen erinnert, sagen wir Feuerball. Das ist keine Minute langweilig, macht Spaß und ist so kurzweilig, dass man die löchrige Story und eindimensionalen Figuren durchaus verzeihen kann.




