Marcus Starck

Marcus Starck

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SexDotCom

SexDotCom

pulp master
382 Seiten
Roman

Inhalt

Ein Schweizer Finanzkonsortium will ein Stück vom Dot-Com-Boom ab haben und gründet mit dem halbseidenen Pornokönig Brad Knight das australische Internet-Erotik-Unternehmen SexDotCom. Doch Knights Schwerpunkt liegt keineswegs auf Börsennotierungen und derlei, vielmehr hat er einen heißen Draht zu einer kriminellen Bikergang und einem korrupten Bullen. Als ihm der deutsche Manager Andreas Berger vor die Nase gesetzt wird und das Unternehmen in ungeahnte Höhen führt, ist Knights Stern im Sinken begriffen. Um den Fall zu bremsen, kommen ihm seine zwielichtigen Kontakte gerade recht - denn Berger muss verschwinden.


Kommentar

Starcks Debüt kommt daher mit einigen medienwirksamen Querelen im Vorfeld. Drohmails und -briefe gegen Autor und Verlag, DOS-Attacken gegen die Verlagsseite und Manipulation der Amazon-Artikelseite. Und alles nur, weil sich hinter dem Pseudonym Starck ein echter Insider verbirgt, dessen Kenntnisse der Materie sich auf seine eigene Zeit als Manager eines der führenden Internet-Erotik-Unternehmens gründen. Aber wie Herausgeber Frank Nowatzki im Vorwort betont - es ist kein Enthüllungsroman, sondern spannende CrimeFiction. Nur verdammt gut recherchiert.

Die größte Verwunderung dürfte darüber herrschen, wie schnell sich sexdotcom liest. Morgens ein paar Seiten im Zug, Abends ein paar weitere und vor dem Schlafengehen noch den Rest. Schon zu Ende? Wie kann denn das sein? So originell war die Story doch nicht. Sie war spannend und seitens der Insiderinformationen zum Thema Börse und SexBusiness interessant. Aber so nachhaltig, dass man die knapp 400 Seiten in einem Rutsch durchliest?

Starcks Stil ist schnell und direkt, seine Erzählweise erinnert zuweilen an E.S. Gardner - geschickt werden just die Ereignisse geschildert, die den Leser ans Buch fesseln. Egal ob an der Position der Hauptfiguren oder Nebendarsteller ausgerichtet. Man hat kaum eine Chance, sich dem zu entziehen.

Zwar bleiben die Hauptcharaktere etwas leblos, einige Handlungsstränge der Geschichte zu konstruiert, aber der Rest kann sich lesen lassen. Gewalt kommt nicht zu kurz, ebenso das Intrigenspiel der großen Börsenmenschen. Und dass alles vor dem Panaroma des Australischen Kontinents.