David Williams

David Williams

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Die unheilige Schrift

Die unheilige Schrift

Originaltitel: Unholy Writ, 1976

Roman

Inhalt

Die sommerliche Idylle auf dem Landsitz der Familie Moonlight bekommt deutliche Risse, als Arthur und Elisabeth gezwungen sind, das Haupthaus samt Land kurzfristig an den windigen Scarbuck zu verkaufen. Denn der beginnt beinahe umgehend mit drastischen Umbaumaßnahmen und will den Landsitz zum Zentrum der rechtspopulistischen Bewegung Forward Britain machen. Zum Glück hat Arthur noch einen Trumpf im Ärmel - seinen Freund Mark Treasure, seines Zeichens Banker und Amateurdetektiv. Mit dessen Hilfe möchte der Adlige sein Anwesen zurückkaufen. Doch ehe Treasure aktiv werden kann, überschlagen sich die Ereignisse in Mitchell Hall - eine alte Dame erschrickt zu Tode und ihr Totengräber verschwindet kurz vor der Beerdigung, um bald darauf als Leiche wieder aufzutauchen. Das Motiv für den Mord bleibt unklar, aber Mark Treasure hat schon bald eine Ahnung, um was es geht - ein bisher unbekanntes Manuskript von niemand geringerem als William Shakespeare. Nur, wer ist der Täter? Denn Verdächtige tummeln sich zu genüge im englischen Landidyll.


Kommentar

Debütroman des walisischen Autors David Williams (1926 - 2003), der damit seinen Serienhelden Mark Treasure etablierte, einen Amateurdetektiv und Banker mit gutem Golf-Handicap und erfolgreicher Schauspielergattin. Ein wenig fühlt man sich beim kunstkennerischen Treasure an seinen britischen Kollegen Lovejoy erinnert - es gibt genügend Hintergrundinformationen zu Kultur und Geschichte. Aber während Antiquitätenhändler Lovejoy selbst ein wenig zwielichtig ist und auch vor Action nicht zurückschreckt, geht Mark die Sache ruhiger an. So zieht sich Die unheilige Schrift auch sichtlich, bis die Geschichte ins Rollen kommt. Und selbst dann bleibt sie unspektakulär. Nebenbei erzählte Morde, eine Fülle von Figuren, die zumeist eher blass bleiben, die obligatorischen Polizisten auf der falschen Fährte. Aus dem Geheimnis um ein verschollenes Manuskript hätte sich viel mehr machen lassen.


Fazit

Alles in allem klassische Krimikost, die mehr in Richtung Agatha Christie zielt, als in Richtung Hammett oder Chandler.